Valencia beim Rückspiel in der «Pole Position»

Valencia beim Rückspiel in der «Pole Position»
Valencia beim Rückspiel in der «Pole Position»
Valencias «Rufete» (r) kämpft mit Villareals Garcia um den Ball.

Leipzig (dpa) – Nach dem Champions-League-Aus von Deportivo La Coruña hält der FC Valencia in Europa die Trümpfe des spanischen Fußballs in der Hand.

Im Nachbarschaftsduell gegen den FC Villarreal winkt dem Team von Rafael Benitez, das auch in der Primera Division auf Meisterkurs ist, der Einzug ins UEFA-Pokal-Finale. «Wir sind in der Pole Position», sagte Valencias Top-Stürmer Miguel Angel «Mista» Ferrer. Das Hinspiel in Villarreal endete 0:0. Der zweite Teilnehmer des Endspiels am 19. Mai in Göteborg wird zwischen Olympique Marseille und Newcastle United ermittelt. Beide Teams hatten sich ebenfalls torlos getrennt.

Trotz der guten Ausgangsposition, die sich Valencia und Marseille durch das Unentschieden auf fremdem Boden erkämpft haben, verspricht der Europapokal-Modus für die Rückspiele große Spannung. «Ein 0:0 ist nicht so schlecht, wie viele denken», sagte Newcastle-Coach Bobby Robson. Der 71 Jahre alte Trainerfuchs weiß, dass sein Torjäger Alan Shearer, der in der laufenden Premier-League-Saison bereits 22 Mal erfolgreich war, immer für einen Treffer gut ist. Erzielt United im Stade Vélodrome mindestens ein Tor, muss Marseille auf Grund der Auswärtstore-Regel in jedem Fall gewinnen, um weiterzukommen.

Gleiches gilt für das levantinische Derby im «Mestalla»-Stadion von Valencia. Dort ruhen die Hoffnungen des Überraschungsteams aus Villarreal, das im laufenden Wettbewerb unter anderem Galatasaray Istanbul, den AS Rom und Celtic Glasgow ausgeschaltet hat, in erster Linie auf Sonny Anderson. Der brasilianische Angreifer führt die Torjägerliste im UEFA-Pokal gemeinsam mit Shearer und Mateja Kezman (PSV Eindhoven) mit sechs Treffern an. Zudem unterstrich Mittelfeld-Akteur José Mari beim 2:2 am Sonntag bei Real Sociedad San Sebastian mit zwei Toren seine Gefährlichkeit. Valencias Coach Benitez dagegen hofft, dass sich die schlechte Chancenverwertung seiner Elf im Hinspiel nicht rächt. «Es ist noch alles offen, aber wir müssen unseren Torabschluss verbessern», sagte der 44-Jährige.

Die größten Verletzungssorgen vor den Halbfinal-Partien plagen Newcastle United. Neben Verteidiger Jonathan Woodgate, der sich vor zehn Tagen eine Muskelverletzung am Oberschenkel zuzog, fallen wohl auch Kieron Dyer, Craig Bellamy und Jermaine Jenas aus. Ein großes Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Laurent Robert. Beim Gegner aus Marseille dagegen könnte Steve Marlet wieder an der Seite von Didier Drogba im Angriff mitwirken. Valencia muss den verletzten Francisco Rufete und den gesperrten Amedeo Carboni ersetzen. Wieder einsatzbereit ist der argentinische Mittelfeldregisseur Pablo Aimar.

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