Uli Hoeneß: «BVB ist am Zug»

Uli Hoeneß: «BVB ist am Zug»
Uli Hoeneß: «BVB ist am Zug»
Bayern-Manager Uli Hoeneß klatscht Beifall.

München (dpa) – Der FC Bayern München kann beim Werben um Torsten Frings zwar erste Erfolge verbuchen, doch nach Angaben von Uli Hoeneß scheitert ein Wechsel des Fußball-Nationalspielers bislang am Veto von Borussia Dortmund.

«Borussia Dortmund ist jetzt am Zug. Die müssen erklären, dass sie gesprächsbereit sind. Das haben sie bisher nicht signalisiert», sagte der Bayern-Manager der dpa. Laut Hoeneß will auch der Spieler wechseln. Aber: «Man braucht zu so einer Sache drei. Dazu gehört Borussia Dortmund. Und von denen gibt’s überhaupt keine Bewegung.»

Hoeneß bestritt, dass mit dem Spieler schon Einigkeit erzielt worden sei. «Wir haben gesagt, dass Frings gerne zu uns möchte, und wir ihn gerne hätten», erklärte der Manager. «Das ist der Fakt, und sonst gar nichts. Wir haben weder verhandelt noch sonst was.»

Die BVB-Verantwortlichen hatten mehrfach betont, den 27-Jährigen nicht verkaufen zu wollen. «Unser Standpunkt ist glasklar: Wir werden ihn nicht gehen lassen», sagte Gerd Niebaum der «Bild». Matthias Sammer verwies auf den Standpunkt seines Präsidenten. «Er hat sich ja schon geäußert», sagte der BVB-Coach, fügte aber hinzu: «Torsten Frings hat immer gesagt, wenn er wechselt, dann würde er gern zu den Bayern gehen.»

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erklärte gegenüber der Münchner Zeitung «tz»: «Ich habe in Sachen Frings extra noch mal mit Michael Meier telefoniert. Er hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass Dortmund den Spieler nicht freigeben will.» Man könne Dortmund «ja nicht zwingen».

Der Mittelfeldspieler hat in Dortmund noch einen Vertrag bis 2006. Rummenigge kündigte auf der Bayern-Homepage an, dass man sich weiter um Frings bemühen werde. «Aber wenn das nicht funktioniert, kann man das nicht ändern. Dann müssen wir uns im Zweifelsfall nach einer Alternative umsehen.» Bisher haben die Bayern mit der Verpflichtung des Bochumers Vahid Hashemian einen Transfer für die kommende Saison abgeschlossen.

Unterdessen wird der 2005 auslaufende Vertrag von Trainer Ottmar Hitzfeld voraussichtlich nicht mehr verlängert. «Es wird wohl so sein, dass es im Juni 2005 zu Ende ist», sagte Hoeneß der «Bild». Am Vortag hatten die Bayern die wochenlangen Spekulationen um eine vorzeitige Trennung beendet. Rummenigge hatte erklärt, dass der Rekordmeister mit dem seit 1998 in München engagierten Hitzfeld plant.

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