Streit zwischen Mainz und Schalke um Azaouagh

Streit zwischen Mainz und Schalke um Azaouagh
Streit zwischen Mainz und Schalke um Azaouagh
Der Mainzer Mimoun Azaouagh (l) kämpft mit dem Bremer Micoud um den Ball.

Mainz (dpa) – Der Streit zwischen Aufsteiger FSV Mainz 05 und Tabellenführer FC Schalke 04 um den Transfer von Mimoun Azaouagh droht zu eskalieren und sorgt vor dem Bundesliga-Duell für zusätzlichen Zündstoff.

Der Revierclub hat den Mainzern «arglistige Täuschung» vorgeworfen und über einen Anwalt mitgeteilt, die vereinbarte Transferentschädigung für den U21- Nationalspieler in Höhe von 650 000 Euro plus 350 000 Euro Zuschlag bei Erreichen der Champions League nicht zu zahlen. Da Mainz über seine Anwälte die seit dem 31. Januar ausstehende Zahlung einfordern will, droht der Gang vor ein Gericht.

«Ich hätte nicht gedacht, dass sich ein Club wie Schalke 04 mit diesen Methoden vor seiner Zahlungsverpflichtung drücken will. Das empfinde ich als Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen Bundesliga- Clubs», schimpfte FSV-Manager Christian Heidel. Für Präsident Harald Strutz hat der Fall mit dem faktischen Betrugsvorwurf eine neue Dimension erreicht. «Das ist eine Provokation hoch drei. Herr Assauer hat sich moralisch verdribbelt», übte er Kritik am Schalker Manager.

Die Schalker behaupten, Mainz habe beim Transfer nicht über den vollen Umfang der Knieverletzung des in der Winterpause nach Gelsenkirchen gewechselten Azaouagh informiert. Dies weisen die Rheinhessen zurück. «Schalke hat noch im vergangenen Dezember vom operierenden Arzt die komplette Dokumentation der Verletzung erhalten. Danach war Azaouagh nur noch bei Schalke in medizinischer Behandlung», sagte Heidel. Azaouagh hatte sich am 18. Februar im Training erneut verletzt und fällt für längere Zeit aus.

Schreibe einen Kommentar