Lichtblick beim Heimdebüt von Gisdol und Heldt

Lichtblick beim Heimdebüt von Gisdol und Heldt
Bildhinweis: Die Kölner Kingley Ehizibue (l) und Simon Terodde (r) feiern mit Torschütze Jhon Cordoba den Treffer zum 1:1 Ausgleich. Foto: Marius Becker/dpa

Köln (dpa) – Den Vertrauensvorschuss vom neuen Sportdirektor Horst Heldt zahlten die Spieler des 1. FC Köln zumindest ein bisschen zurück.

«Die Mannschaft hat sich von Negativerlebnissen nicht beeinflussen lassen, bis zum Schluss attackiert und ist dafür belohnt worden», sagte Heldt nach dem 1:1 der Kölner am Samstag vor heimischer Kulisse gegen den FC Augsburg.

Ein Spiel zweier Mannschaften, die sich gegen den Abstieg wehren. Entsprechend ging es zur Sache: Nach dem 1:4 in Leipzig zeigten die FC-Profis Kampfbereitschaft und Leidenschaft. Belohnt wurden sie durch den späten Ausgleich des eingewechselten Jhon Cordoba in der 86. Minute. «Ich hätte mir gewünscht, dass wir früher das Tor machen», kommentierte Trainer Markus Gisdol.

Er und Heldt sind erst seit knapp zwei Wochen als Nachfolger von Achim Beierlorzer und Armin Veh im Amt. Sie sollen den Traditionsclub vor dem abermaligen Sturz in die Zweitklassigkeit bewahren. Den vorletzten Platz in der Tabelle der Fußball-Bundesliga konnten die Kölner am 13. Spieltag mit ihren gerade mal acht Punkten allerdings nicht verlassen.

Die neuen Verantwortlichen werteten das Remis dennoch als kleinen Schritt aus der Krise. «Der Punkt tut uns erstmal gut. Es war wichtig, dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie Rückschläge wegstecken und zurückkommen kann. Sie hat sich gegen alle Widerstände gewehrt», sagte Gisdol.

Soll heißen: Sie ließen sich nicht von einem Foulelfmeter, den Gäste-Profi André Hahn allerdings verschoss (9.), nicht vom 0:1 durch Florian Niederlechner (43.) und auch nicht vom vorangegangenen Platzverweis für FC-Innenverteidiger Rafael Czichos (39.) aus dem Konzept bringen.

«Es ist ein Punkt der Moral», sagte Kölns Offensiv-Antreiber Dominick Drexler. Und einer des aktuellen Kaders, über den Heldt auch vor dem Spiel noch einmal gesagt hatte, dass er von ihm überzeugt sei. Dabei ging es letztlich um die Frage, ob denn Lukas Podolski womöglich nach dem Ende seines Vertrages bei Vissel Kobe Ende Januar doch zu seinem Herzensverein zurückkommen könnte. Heldt bezeichnete den 34-Jährigen als exzellenten Spieler, «der zurzeit aber in Japan Fußball spielt.» Kölner Fans hatten derweil ein Plakat ausgerollt: «Lukas Podolski zurück zum 1. FC Köln.»

Laut «Bild am Sonntag» sollen die Vereinsverantwortlichen in der Domstadt die Rückkehr des Weltmeister als Spieler aber ausschließen. Nur ein Job nach der aktiven Karriere sei denkbar. In welcher Liga das nach dieser Saison sein könnte, wird sich zeigen.

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