1. FC Kaiserslautern stellt Zahlungen für Stadion ein

1. FC Kaiserslautern stellt Zahlungen für Stadion ein
Bildhinweis: Der 1. FC Kaiserslautern will die Zahlungen an die städtische Stadiongesellschaft zunächst einstellen. Foto: Ronald Wittek/dpa

Kaiserslautern (dpa) – Der 1. FC Kaiserslautern will nach einem SWR-Bericht die Pachtzahlungen für das Fritz-Walter-Stadion bis auf Weiteres einstellen.

Ein Sprecher der Stadt Kaiserslautern sagte dem Sender, der Fußball-Drittligist habe momentan keine andere Möglichkeit, als die Zahlungen aus dem Pacht- und Betreibervertrag an die städtische Stadiongesellschaft zunächst einzustellen. Die Stadt werde nun prüfen, wie sie damit umgehe.

«Es geht um die Pacht bis 30. Juni 2020. Bis dahin setzen wir die Zahlungen aus. Ab 1. Juli stehen wir zu den ausgehandelten Konditionen», sagte der Beiratssprecher und frühere WM-Schiedsrichter Markus Merk bei «bild.de».

Der Verein hatte sich erst Anfang März mit der hoch verschuldeten Stadt auf eine reduzierte Pacht in Höhe von 625.000 Euro pro Saison geeinigt. Diese wird vom 1. Juli 2020 an für zwei Spielzeiten fällig. In der 1. Liga betrugen die Zahlungen 3,2 Millionen Euro jährlich, in der 2. Liga 2,4 Millionen.

Der Traditionsverein hat seit Jahren massive finanzielle Probleme und muss in der Corona-Krise um seine Existenz bangen. Den Pfälzern fehlen derzeit etwa zwölf Millionen Euro, um den Spielbetrieb für die nächste Saison zu sichern. Profis und alle Mitarbeiter sind seit 17. März in Kurzarbeit, der Spielbetrieb ruht bis mindestens 30. April. Die Pacht für das WM-Stadion von 2006 ist für den FCK schon lange eine große Belastung. Zuletzt war in Lautern über eine Plan-Insolvenz spekuliert worden.

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