Schuster als Trainer von Schachtjor Donezk entlassen

Schuster als Trainer von Schachtjor Donezk entlassen
Schuster als Trainer von Schachtjor Donezk entlassen
Bernd Schuster spricht 2003 in der Ukraine mit Journalisten.

Donezk/Ukraine (dpa) – Der frühere Fußball-Nationalspieler Bernd Schuster ist als Trainer des ukrainischen Spitzenvereins Schachtjor Donezk entlassen worden, gab Club-Eigner Rinat Achmetow bekannt.

Nach dem Scheitern an Dinamo Bukarest in der ersten Runde des UEFA-Pokals führten Misserfolge mit nur vier Siegen aus den zurückliegenden zehn Spielen in der Meisterschaft zu der Entlassung des 43 Jahre alten Deutschen. Interims-Trainer soll Viktor Prokopenko werden. Zur neuen Saison ist der Rumäne Mircea Luchescu als Chefcoach im Gespräch.

Schuster, der mit der deutschen Nationalmannschaft 1980 Europameister wurde, hatte seine Tätigkeit in der Ukraine am 30. Juni 2003 aufgenommen. Bei seiner Präsentation war er noch als «berühmter deutscher Spezialist» bezeichnet worden. Seinen Vertrag mit dem spanischen Zweitligisten CD Xerex hatte der «blonde Engel» gelöst und war mit einem 3:0-Erfolg bei Metallurg Saporoschje vielversprechend gestartet. «Wir werden weiter an der Perfektionierung unseres Spiels arbeiten», sagte Schuster damals noch voller Zuversicht.

Als Spieler war Schuster ungleich erfolgreicher denn als Coach. Schon bei den damaligen Zweitligisten Fortuna Köln und 1. FC Köln war er in den 90er Jahren gescheitert. Für den 1. FC Köln und Bayer Leverkusen, wo er seine sportliche Laufbahn 1996 beendete, bestritt der gebürtige Augsburger 120 Bundesliga-Partien und erzielte 18 Tore. Mit dem FC Barcelona gewann er 1986 den Europacup der Landesmeister.

Schuster war nicht der erste Trainer aus Westeuropa in Donezk. Der Italiener Nevio Scala hatte den Verein 2002 zur ukrainischen Meisterschaft geführt, hatte Schachtjor nach der verpassten Champions-League-Qualifikation aber wieder verlassen müssen.

Die Schachtjor-Fans, die Schuster vor rund elf Monaten noch überschwänglich empfangen hatten, waren an dem Rausschmiss des Deutschen nicht unbeteiligt. Schon bei der 0:2-Heimniederlage gegen Tschernomorets Odessa hatten die Anhänger Spruchbänder mit dem Aufdruck «Auf Wiedersehen Bernd» im Stadion gezeigt.

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