Schiedsrichter Jansen schwer belastet

Schiedsrichter Jansen schwer belastet
Schiedsrichter Jansen schwer belastet
Schiedsrichter Jürgen Jansen auf dem Weg in die DFB-Zentrale in Frankfurt/Main.

Hamburg (dpa) – Erstliga-Schiedsrichter Jürgen Jansen ist von Robert Hoyzer angeblich im Zusammenhang mit dem Bundesliga-Punktspiel 1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg (3:0) am 27. November 2004 belastet worden.

Dies berichten übereinstimmend die «Süddeutsche Zeitung» und die «Bild»-Zeitung mit Hinweis auf Hoyzers Aussagen vor der Berliner Staatsanwaltschaft. Demnach habe Hoyzer von einem der drei am Wochenende festgenommenen Kroaten, die als Drahtzieher im Wettskandal gelten, entsprechende Hinweise erhalten. Jansen hat in einer Eidesstattlichen Versicherung alle Vorwürfe bestritten. Bei der Partie waren zwei umstrittene Tore für Kaiserslautern gefallen.

Unterdessen hat Ersatztorhüter Ignac Kresic von Dynamo Dresden bestätigt, dass die Mannschaft am 18. Juni 2003 für den 3:2-Erfolg im Regionalligaspiel über Preußen Münster von einem unbekannten Dritten eine Zahlung in Höhe von 15 000 Euro erhalten hat. Noch vor der Partie gegen Energie Cottbus (0:1) hatten alle Profis der Sachsen eine Eidesstattliche Erklärung unterzeichnet, wonach sie nichts mit dem Skandal zu tun haben.

Auch die Regionalligaspieler Alexander Löbe und Georgi Donkow vom SC Paderborn sowie Marcus Ahlf und Steffen Karl vom Chemnitzer FC haben in Eidesstattlichen Erklärungen jegliche Beteiligung an dem Betrugsskandal bestritten. Derartige Eidesstattliche Versicherungen nannte Rechtsanwalt Paul-Werner Beckmann, der Vorsitzende des Arbeitsgemeinschaft für Sportrecht im Deutschen Anwaltsverein, «juristischen Unfug». Wer hier falsche Angaben mache, müsse nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

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