Nullnummern im UEFA-Cup-Halbfinale

Nullnummern im UEFA-Cup-Halbfinale
Nullnummern im UEFA-Cup-Halbfinale
Newcastles Alan Shearer (M) köpft auf das Tor von Olympique Marseille.

Hamburg (dpa) – An einem Fußball-Abend ohne Tore haben der FC Valencia und Olympique Marseille die Weichen für den Einzug ins Endspiel um den UEFA-Pokal am 19. Mai in Göteborg gestellt.

Der Tabellenführer der spanischen Primera Division erreichte im Halbfinal-Hinspiel ein 0:0 beim Liga-Rivalen FC Villarreal und schuf sich damit eine ebenso günstige Ausgangsposition für die zweite Partie am 6. Mai wie Marseille. Die Franzosen kamen ihrer ersten Teilnahme an einem Europapokal-Finale seit 1999 durch das torlose Remis bei Newcastle United ein großes Stück näher. Das Unentschieden lässt aber auch dem Messepokal-Sieger von 1969 noch alle Chancen, um das Ticket nach Schweden zu buchen.

Ausgerechnet im Halbfinale konnte der FC Villarreal, der auf dem Weg in die Vorschlussrunde unter anderen Celtic Glasgow und den AS Rom ausgeschaltet hatte, seine Heimstärke nicht ausspielen. Liga-Tabellenführer Valencia erwies sich in einer temporeichen Begegnung als das cleverere und individuell besser besetzte Team. Francisco Rufete (7.) und Vicente (12.) vergaben die besten Gelegenheiten für die Gäste. Dagegen kam der Außenseiter vor 24 000 Zuschauern im Stadion El Madrigal nur selten gefährlich vor das Tor von Santiago Canizares. In der zweiten Hälfte nahm die Partie an Rasanz, aber auch an Härte zu, was sich in insgesamt sechs gelben Karten dokumentierte.

Newcastle United konnte gegen Marseille die Ausfälle der angeschlagenen Stammspieler Craig Bellamy und Jermaine Jenas nicht verkraften. Zwar stellten die Engländer in einer kampfbetonten Partie die dominierende Mannschaft, doch fehlte ihren Aktionen zumeist die Durchschlagskraft. Shola Ameobi (17.) und der im Wettbewerb bisher sechs Mal erfolgreiche Alan Shearer (30.) vergaben zwei der wenigen Möglichkeiten, Newcastle in Führung zu bringen.

Marseille, Champions League-Sieger von 1993 und vor fünf Jahren im UEFA-Cup-Finale dem AC Parma unterlegen, hielt am Anfang mutig dagegen, musste sich dann aber dem druckvolleren Spiel der Gastgeber beugen. Torjäger Didier Drogba, nach Ablauf seiner Gelb-Sperre bei Olympique wieder mit von der Partie, war in der Spitze zu sehr auf sich allein gestellt. Der Angreifer hatte seine beste Szene unmittelbar nach Wiederanpfiff, als ihn Jonathan Woodgate im letzten Moment am Einschuss hindern konnte. Auf der Gegenseite brachte Gary Speed (49.) den Ball nach einer zu kurzen Abwehr von Fabien Barthez nicht im Tor der Franzosen unter.

Schreibe einen Kommentar