Neuer Torjäger im Anflug: Eintracht freut sich auf Dost

Neuer Torjäger im Anflug: Eintracht freut sich auf Dost
Bildhinweis: Stürmt jetzt für die Frankfurter Eintracht: Bas Dost. Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Bas Dost war noch gar nicht da – und doch schon in aller Munde. Nach dem Bundesliga-Auftaktsieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:0) freuten sich Trainer und Spieler von Eintracht Frankfurt auf den avisierten Transfer des Top-Stürmers von Sporting Lissabon.

«Wir haben einen Torjäger mit Erfahrung gesucht – und wenn ich seine Quote in Wolfsburg und Lissabon sehe, ist er das», sagte Hütter. Dost soll in Frankfurt einen Vierjahresvertrag erhalten und den zu West Ham United abgewanderten Franzosen Sebastién Haller im Sturmzentrum ersetzen. Die angestrebte Bundesliga-Rückkehr des 30 Jahre alten Niederländers, der von 2012 bis 2016 für den VfL Wolfsburg spielte, wird die Eintracht eine Ablöse von etwa neun Millionen Euro kosten.

Dafür bekommen die Hessen aber auch Qualität. Die Torquote des 1,96 Meter großen Hünen kann sich sehen lassen. Für Wolfsburg erzielte Dost in 85 Bundesligaspielen 36 Tore. Noch besser lief es in Portugal, wo er für Sporting in 84 Ligaspielen 76 Mal traf und in der Saison 2016/17 Torschützenkönig wurde. «Von Stürmern erhofft man sich Tore. Das hat er in Lissabon gut gemacht, in Wolfsburg hat er auch viel getroffen», sagte Eintracht-Keeper Kevin Trapp.

Wie Hütter verspricht sich der Nationaltorwart eine Menge von Dost. «Er ist ein großer, bulliger Stürmer, der uns sicher hilft. Er kann vorne die Bälle halten und für Entlastung sorgen. Das wird sehr wichtig, denn jetzt kommen die wichtigen Spiele», sagte Trapp und stellte fest: «Wir haben mit Jovic und Haller zwar zwei wichtige Spieler verloren. Aber wenn Dost kommt, sind wir mindestens genauso stark wie in der Vorsaison.»

Von solchen Vergleichen hält Hütter zwar nichts, doch auch er ist mit der Kaderzusammenstellung zufrieden. «Wenn Dost kommt, haben wir eine Lücke geschlossen», sagte der 49 Jahre alte Österreicher. «Es ist wichtig, einen Spieler in der Box zu haben, der die Flanken verwertet.»

Diese Fähigkeiten hat Ante Rebic, der gegen Hoffenheim als Sturmspitze agierte, eher nicht. Der kroatische Vize-Weltmeister, der zuletzt heftig von Inter Mailand umworben wurde, soll laut Sportvorstand Fredi Bobic aber nicht abgegeben werden. Hütter würde dies freuen, denn: «Ich könnte mir vorstellen, dass er mit Dost eine gute Kombination bildet.»

Sollte Rebic bis zum Ende der Transferperiode am 2. September doch noch dem Lockruf des großen Geldes erliegen, müsste sich die Eintracht noch einmal Gedanken machen. Bei einem Verbleib des 25-Jährigen sieht Hütter sein Team gut aufgestellt: «Wir haben eine recht gute Mannschaft, aber das müssen wir erst beweisen.»

Die Gelegenheit dazu gibt es in den Playoff-Spielen um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League gegen Racing Straßburg. Wie im Vorjahr, als die Eintracht erst im Halbfinale unglücklich am späteren Sieger FC Chelsea scheiterte, lechzen die Hessen nach weiteren Auftritten auf der großen internationalen Fußball-Bühne. «Wir wollen unbedingt in die Gruppenphase», sagte Hütter. Vielleicht kann Dost dabei schon tatkräftig mithelfen.

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