Magath spielt auf Zeit

Magath spielt auf Zeit
Magath spielt auf Zeit
Felix Magath spricht nach einem Spiel gegen Hannover 96 zu Journalisten.

Stuttgart (dpa) – Der Teammanager des VfB Stuttgart, Felix Magath, will seine Entscheidung über eine Vertragsverlängerung beim schwäbischen Fußball-Bundesligisten über 2005 hinaus oder einen Weggang frühestens in der Sommerpause treffen.

«Ich lasse mich nicht beunruhigen. In meinem Urlaub nach der Saison habe ich Zeit, mich damit zu beschäftigen», sagte der 50-Jährige. Der Manager des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hatte Magath als einen der in Frage kommenden Kandidaten für die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld beim deutschen Meister bezeichnet.

Vor dem Spiel beim Hamburger SV sieht Magath die auch durch Aussagen aus München an Dynamik zunehmenden Spekulationen als ein Störfeuer im Kampf um den zweiten Tabellenplatz: «Die Diskussion wird in München nicht ungern gesehen. Aber die Spekulationen beeinflussen weder meine Arbeit noch die Mannschaft.» Er habe keine Ahnung, wer Initiator der laufenden Diskussion sei. «Ich bin es jedenfalls nicht. Ich habe 37 Mal gesagt, ich habe einen Vertrag bis 2005.» Angesprochen auf seine Ambitionen, auch einmal einen ausländischen Verein zu trainieren, entgegnete Magath: «Kann ich denn gar nichts mehr sagen? Ich habe immer schon gesagt, ich würde gern im Ausland arbeiten, schon seit zehn Jahren.»

Der Teammanager ist sich bewusst, durch das ausbleibende Bekenntnis zum Vizemeister Kredit bei den VfB-Fans zu verspielen. «Die Gefahr ist sehr groß», sagte Magath und spielte dabei auch auf seine weniger erfolgreichen Trainerstationen an: «Ich bin schon vier Mal vorzeitig gegangen als Trainer, obwohl ich zuvor erfolgreich gearbeitet habe. Ich verlasse mich auf keinen Verein mehr.»

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