Gerald Vanenburg: Hundenarr mit «Löwen»-Herz

Gerald Vanenburg: Hundenarr mit «Löwen»-Herz
Gerald Vanenburg: Hundenarr mit «Löwen»-Herz
Gerald Vanenburg posiert in München nach einer Pressekonferenz.

München (dpa) – Gerald Vanenburg ist ein großer Hundenarr und leidenschaftlicher Angler. Ab sofort gilt die ganze Aufmerksamkeit des Niederländers aber wieder den «Löwen».

Als Chefcoach des TSV 1860 München kehrt der frühere Profi zu seinem Ex-Club in die Bundesliga zurück und steht damit vor der größten Herausforderung seiner jungen Karriere als Fußball-Trainer.

Im Gegensatz zu seinen früheren Trainern Rinus Michel oder Werner Lorant, die für ihre Strenge bekannt waren, pflegt Vanenburg mit seinen Akteuren offenbar gerne ein kameradschaftliches Verhältnis. «Ich fühle mich immer noch als Spieler», sagte der 40-Jährige bei seiner Präsentation am Montag in München. Auch wie die Spieler ihn ansprechen, ist ihm egal: «Wenn sie sagen, dass sie 15 Punkte holen, können sie mich rufen, wie sie wollen», sagte Vanenburg, der in Japanisch, Deutsch, Französisch und Englisch gleich vier Fremdsprachen spricht.

Wie jetzt als Trainer schaffte Vanenburg auch als Spieler bereits in jungen Jahren den Sprung in den Profi-Fußball. Im Alter von 16 Jahren gab er sein Debüt in der niederländischen Ehrendivision für Ajax Amsterdam, wo er später auch noch an der Seite des großen Johan Cruyff auflief. Zwei Jahre später bestritt er sein erstes von 41 Länderspielen in der Nationalmannschaft.

Während seiner Karriere stand der Außenstürmer aber gerade in der Landesauswahl stets eher im Schatten eines Ruud Gullit oder Marco van Basten. Nach dem Europameistertitel 1988 wurde jedoch ausgerechnet er und nicht einer der berühmteren Kollegen zum niederländischen Fußball des Jahres gekürt.

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