FC Bayern mit 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa

FC Bayern mit 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa
FC Bayern mit 3:0-Sieg gegen Maccabi Haifa
Vladimir Davlishvli (l) von Maccabi Haifa und Daniel van Buyten springen zum Ball.

Tel Aviv (dpa) – Drei Tore beim Arbeitssieg und schon Tabellenführer: Der FC Bayern München hat mit viel Mühe einen Fehlstart in die Champions League vermieden und am Ende doch noch standesgemäß gewonnen.

Abwehrspieler Daniel van Buyten (64.) und der junge Stürmer Thomas Müller (85./88.) sorgten vor 38 789 Zuschauern im Nationalstadion von Tel Aviv für den in der Höhe etwas zu hoch ausgefallenen 3:0 (1:0)-Sieg der Münchner gegen den israelischen Meister Macabbi Haifa.

«Das erste Tor war am schwersten. Jetzt haben wir drei Punkte und können weitersehen», sagte van Buyten. In der schweren Gruppe mit Juventus Turin und Girondins Bordeaux, die sich 1:1 trennten, werden sich die Münchner jedoch steigern müssen. Schon im ersten Heimspiel am 30. September wartet mit dem italienischen Rekordmeister Turin ein ganz anderes Kaliber auf die Bayern. Anders als drei Tage zuvor beim 5:1 in Dortmund in der Bundesliga kam die Münchner Millionen-Offensive erst spät in Schwung.

Abwehrspieler van Buyten sorgte für die Führung. Danach war es mucksmäuschenstill im ansonsten stimmungsvollen Stadion. Sekunden zuvor war der diesmal schwache Franck Ribery vom Platz gegangen und durch Nationalspieler Mario Gomez ersetzt worden. Der junge Müller machte dann mit zwei Toren binnen drei Minuten in der Schlussphase den Sack zu. «Meine zwei Tore waren nur zur Absicherung», sagte der Torschütze.

Erstmals unter van Gaal stand Ribéry von Beginn an auf dem Platz. Zwar mühte sich der 26-Jährige, der in den vergangenen Tagen Bereitschaft zu einer Vertragsverlängerung signalisiert hatte, gegen giftige Gegner – aber die großen Impulse gingen vom ihm (lange) nicht aus. Im Gegensatz zum Franzosen musste Gomez erstmals bei den Münchnern zu Spielbeginn auf der Bank Platz nehmen. An seiner Stelle mühte sich der lauffreudige Ivica Olic im Zentrum – lange glücklos. Die letztjährigen Champions-League-Topstürmer Miroslav Klose (7 Treffer) und Luca Toni (3) waren gar in München geblieben, um an ihrer Fitness zu arbeiten.

Die Bayern begannen bei ihrer 13. Champions-League-Teilnahme emsig. Eindeutig überlegen war der deutsche Rekordmeister, doch zwingende Chancen waren vor der Pause Mangelware. Über fast zwei Drittel der Hälfte waren die Gäste in Ballbesitz gewesen, doch so richtig heraus kam dabei nichts. Im Münchner Dreier-Sturm lief es nicht rund, die Missverständnisse häuften sich. Mit Nachlässigkeiten machten die Münchner das harmlose Team aus Haifa stark. Israels Tabellenführer, nach drei Liga-Spieltagen noch ohne Niederlage, wurde kurz vor der Pause mutiger und frecher. Die beste Chance der ersten Hälfte hatte Eyal Golasa mit einem Fernschuss über das von Hans-Jörg Butt gehütete Bayern-Tor.

In unveränderter Aufstellung kamen die Münchner aus der Kabine. Und die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Überraschend gab der Außenseiter wieder den Ton an. Der schwache Ribéry sah wegen Meckerns die Gelbe Karte. Nach einem haarsträubenden Fehler von Lahm (52.), der sich von Yaniv Katan den Ball kurz vor dem Strafraum abnehmen ließ, bewahrte Butt den Favoriten vor dem Rückstand. Danach war es wieder der zur Nummer 1 beförderte Keeper, der nach einem Fehler von van Buyten (54.) erneut seine Klasse zeigte.

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