Cottbus beurlaubt Manager Stabach zum 1. Februar

Cottbus beurlaubt Manager Stabach zum 1. Februar
Cottbus beurlaubt Manager Stabach zum 1. Februar
Klaus Stabachs Tage bei Cottbus sind gezählt.

Cottbus (dpa) – Der finanziell schwer angeschlagene Fußball-Zweitligist FC Energie Cottbus hat seinen Manager Klaus Stabach zum 1. Februar beurlaubt. Vereinspräsident Dieter Krein verkündete die Trennung von dem 64-Jährigen.

Nach der Entlassung des Trainer-Urgesteins Eduard Geyer am 23. November vergangenen Jahres war Stabachs Abgang nur eine Frage der Zeit. Der umstrittene Manager war bereits vor dem Trainingslager des Lausitzer Vereins in Dubai vom Präsidium und Aufsichtsrat entmachtet worden, trat die Reise aber noch mit an.

Angeblich hatten Sponsoren weitere Geldspritzen für den mit rund drei Millionen Euro verschuldeten Verein, zur Zeit 13. der Tabelle, von Stabachs Demission abhängig gemacht. Der bisherige Marketing-Chef und Ex-Spieler Ralf Lempke übernimmt vorläufig bis zum Saisonende die Geschäfte. Der Finanzexperte und ehemalige Banker Wolfgang Math wird ihm zur Seite gestellt. Ursprünglich wollte Stabach noch bis zu seinem 65. Geburtstag im September im Amt bleiben.

Das von Präsidium und Aufsichtsrat erarbeitete Sanierungskonzept soll bis Mitte 2006 realisiert sein, teilte Krein mit. Die einzureichenden Lizenzierungsunterlagen und die Vorbereitung auf die kommende Saison würden streng an diesem Konzept ausgerichtet.

Der Transfer des ehemaligen Cottbuser Spielers Kevin McKenna von Hearts of Midlothian kommt laut Trainer Petrik Sander vorerst nicht zu Stande. Die Lausitzer waren für den 25-jährigen kanadischen Nationalspieler, der die Spreestadt vor vier Jahren Richtung Schottland verlassen hatte, offensichtlich von einer niedrigeren Ablösesumme ausgegangen. «Vielleicht wird es in der nächsten Saison etwas», meinte Sander. Der Geyer-Nachfolger hat noch keinen neuen Vertrag als Cheftrainer unterschrieben, er arbeitet weiter zu den Konditionen eines Assistenten.

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