Braunschweig startet beim Saisonauftakt der 3. Liga mit verdientem Sieg in Magdeburg

Braunschweig startet beim Saisonauftakt der 3. Liga mit verdientem Sieg in Magdeburg
Eintracht Braunschweig Wappen
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(von unserem Autor Juro)

Das Nachbarschaftsduell zwischen Zeitligaabsteiger 1.FC Magdeburg und Eintracht Braunschweig war zum Saisonauftakt der 3. Liga in die Saison 2018/2019 das Topspiel – und unterhielt die 18.000 Zuschauer in der MDCC-Arena auch über 90 Minuten bestens! Dafür sorgten nicht nur sechs erzielte Tore auf beiden Seiten, sondern auch jede Menge Kampf, Einsatz, fußballerische Leckerbissen und lautstarke Stimmung auf den Rängen. Die umformierten Elbe-Städter verloren ihr erstes Heimspiel dabei mit 2:4 gegen ein Löwen-Team, dass trotz einiger Neuzugänge bereits eingespielt wirkte, gnadenlos effektiv spielte und an die sehr guten Leistungen der vergangenen Rückserie anknüpfte. Die Magdeburger enttäuschten dabei nicht auf ganzer Linie, müssen aber in den kommenden Begegnungen fehlerfreier auftreten, um erfolgreich in der Liga anzukommen.

Magdeburgs neuer Trainer Krämer verzichtete darauf, gleich sehr viele der Neuzugänge im Team einzusetzen und brachte nur drei Kicker, die in der Magdeburger Arena debutierten. Neben Gjasula (ex-Energie Cottbus) und Kvesic (ex-Erzgebirge Aue) befand sich auch Bertram (ex-Darmstadt 98) in der blauen Startelf. Braunschweigs neuer Chef-Coach Flüthmann berücksichtigte mit Kobylanski (ex-Preußen Münster) und Proschwitz (ex-SV Meppen) zwei seiner Neuzugänge und vertraute besonders der angestammten und erfolgreichen Defensive.

Die Eintracht übernahm auf fremdem Platz von Anfang an die Regie – ließ den Magdeburgern keinen Platz zur Entfaltung. Immer wieder gab es im Mittelfeld des 1.FC Abspielfehler. In der 6. Spielminute gab Eintrachts Neuzugang Kobylanski einen ersten Warnschuss auf das FCM-Tor ab. Folgerichtung fiel 60 Sekunden später der Führungstreffer für den BTSV, als Braunschweigs Rechtsaußen Bär bei einem Fehler von Müller einen Traumpass in die Schnittstelle auf seinen neuen Spielmacher Kobylanski spielen konnte, der eiskalt zum 1:0 für die Gäste einschob (7. Spielminute).

Magdeburg wirkte nach dem Treffer sehr verunsichert, wurde aber von der Eintracht selbst wieder ins Spiel zurückgebracht. Nachdem FCMs Preißinger links im Strafraum eine Hereingabe von Rechtsaußen denkbar knapp verpasste (9.), erlief Mittelstürmer Beck einen auf stumpfen Rasen zu schwach gespielten Rückpass von Becker am Braunschweiger Strafraum und legte auf den mitgelaufenen Bertram nach links ab, der zum 1:1-Ausgleich einnetzte und dabei BTSV-Keeper Fejzic keine Abwehrchance ließ.

In der 16. Minute vereitelte der Keeper aber mit einer sehenswerten Parade einen gefährlichen Schuss von Kvesic, der links neben dem Strafraum abzog. Braunschweig erspielte sich aber ebenfalls hochkarätige Tor-Gelegenheiten. Denn im Gegenzug hatte der agile Bär, immer wieder gefährlicher Vorlagengeber, selbst eine große Gelegenheit zum Torschuss. Allerdings verzog er das Leder, so dass der Magdeburger Keeper Brunst nicht mehr eingreifen musste.

Bär assistierte dann aber bei der erneuten Braunschweiger Führung, als er ungestört hoch von außen in den Strafraum spielen konnte, wo erneut Kobylanski frei stand, dessen Kopfball aus der Drehung dann unhaltbar über dem Magdeburger Torwart im Tor einschlug (18.)!

Nach der erneuten Führung zog sich Braunschweig aus Sicherheitsgründen ein wenig zurück, verließ sich verstärkt auf Umschaltsituationen. Das Spiel wurde hektisch, jeder Grashalm wurde umkämpft. In der 22. Minute setzten die Löwen einen erfolgsversprechenden Konter, bei dem Strafraumstürmer Proschwitz sich aber verschätzte und den finalen Pass quer zu keinem mitgelaufenen Mitspieler bringen konnte. Nachdem Kvesic für den FCM in der 29. Minute nur das Außennetz des Eintracht-Tores getroffen hatte, nutzten 3 Minuten später die Eintracht-Kicker ihre nächste Chance dazu, den Vorsprung auszubauen. Maßgeblich beteiligt am 1:3 war Löwen-Keeper Fejzic, dessen langer Abschlag bis in den Magdeburger Strafraum reichte. Während die Magdeburger Abwehr nicht reagierte, brachte Bär seinen Kopf schneller ans Leder als der herausstürzende FCM-Keeper. Das Leder senkte sich ins leere Tor!

Bis zur Halbzeitpause kam es zu keinen großen Strafraumaktionen mehr. Beide Defensiv-Reihen gingen immer wieder kompromisslos zur Sache. Braunschweig verwaltete die Führung mit sicherem Kombinationsspiel, während die Elbe-Städtern im Spielaufbau etwas ratlos wirkten.

Neu eingestellt kamen beide Teams zurück aus der Halbzeitpause – legten los wie die Feuerwehr. Die zweite Hälfte war noch keine fünf Minuten alt, da gelang den Magdeburgern der Anschlusstreffer zum 2:3. Allerdings aus einer Situation heraus, die bereits geklärt zu sein schien. Den Bertrams Linksflanke in der 51. Spielminute hatte BTSV-Keeper Fejzic bereits abgefangen. Allerdings wurde er in dieser Situation von seinem eigenen Innenverteidiger Nkansah unterlaufen, so dass er unglücklich auf den Rücken knallte und dabei das Leder verlor. Magdeburgs Beck war gedankenschnell angelaufen und staubte den nun freien Ball zum 2:3-Anschlußtreffer ab. Fejzic blieb nach dem Tor mehrere Minuten regungslos liegen, bevor er vom Platz getragen und durch Keeper Engelhardt ersetzt werden musste. Wie sich später herausstellte, hatte Fejzic sich in dieser Situation beim Sturz eine Gehirnerschütterung zugezogen!

Braunschweig wirkte nach diesem Unglück recht geschockt und legte nun im Spiel einen Schwerpunkt auf kompaktes Defensivspiel. Magdeburg konnte dies aber nicht ausnutzen, denn dem Spiel der Elbe-Städter mangelte es im kreativen Aufbauspiel nach vorn. Die Außenbahnen wurden zu wenig eingesetzt, in der Mitte waren die Braunschweiger nicht verwundbar. Braunschweigs Einwechselspieler Feigenspan drang in der 63. Minute plötzlich in den Magdeburger Strafraum ein, konnte aber im letzten Moment vor dem Einschuss noch abgeblockt werden. Allerdings musste auch auf der Löwen-Seite Innenverteidiger Becker in der 79. Minute eine gefährliche Hereingabe von Ernst im letzten Moment entschärfen. In einem immer härter geführten Match schwächte sich dann der FCM selbst, als Rother Löwen-Stürmer Proschwitz von hinten in die Beine fuhr und dafür den roten Karton sah. 10 Magdeburger konnten danach in der regulären Spielzeit keine weitere Chance mehr zum Ausgleich heraufbeschwören. In der 86. Minute hätte dagegen Proschwitz fast das vierte Braunschweiger Tor erzielt, als Torwart Brunst überraschend unsicher agierte. Das war knapp! Auch in sieben Minuten Nachspielzeit gelang nichts mehr, da sich auch Löwen-Ersatzkeeper Engelhardt auf dem Posten zeigte und besonders in der 94. Minute einen letzten Magdeburger Schuss von Linksaussen parierte. Braunschweig dagegen zeigte sich im Konter erfolgreich und setzte durch ein drittes Tor von Kobylanski in der 96. Spielminute den Schlusspunkt zu einem 4:2-Auswärtssieg, der dem neuen Trainer Flüthmann den Einstand versüßte. Passgenau vorgelegt hatte Kobylanski den Ball der für Putaro eingewechselte Linksaußen Feigenspan.

Um einen Fehlstart zu vermeiden, ist nach der Heimniederlage Zweitliga-Absteiger Magdeburg nun nächsten Sonntag beim Auswärtsspiel in Zwickau gefordert. Braunschweig empfängt nun nach dem erfolgreichen Auswärts-Auftakt daheim die Gäste von 1860 München und freut sich auf ein erneutes „Löwen-Duell“ im Eintracht-Stadion.

1.FC Magdeburg:

Brunst – Chahed (73. Ernst), Rother, Müller, Perthel – Gjasula (87. Harant), Preißinger – Costly, Kvesic, Bertram (72. Kwadwo) – Beck

Aufstellung Eintracht Braunschweig:

Fejzic (54. Engelhardt) – Kessel, Becker, Nkansah, Kijewski – Pfitzner, Nehrig (74. Wiebe) – KobylanskiBär , Proschwitz, Putaro (46. Feigenspan)