Bayern bleibt dran – BVB muss bangen

Bayern bleibt dran – BVB muss bangen
Bayern bleibt dran - BVB muss bangen
Der Bremer Ailton zeigt, wo der Ball hingehört.

Düsseldorf (dpa) – Bayern München bleibt dran. Mit einem 1:0-Sieg im Lokalderby gegen 1860 München hat der deutsche Rekordmeister am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga seine theoretische Chance auf die Titelverteidigung gewahrt.

Zumal der Abstand zu Tabellenführer Werder Bremen nach dessen Nullnummer beim VfL Bochum um zwei Zähler auf sechs Punkte geschmolzen ist. Dank des «Tores des Tages» von Roque Santa Cruz (50.) konnte der FC Bayern an dem VfB Stuttgart vorbeiziehen und den für den für den direkten Einzug in die Champions League wichtigen zweiten Platz zurückerobern.

Unbeirrt auf Europa-Kurs steuert Bayer Leverkusen, die «Mannschaft der Stunde». Mit sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen hat sich Bayer 04 nicht nur vom einstigen Abstiegskandidaten zum Spitzenteam gewandelt, sondern auch die Ansprüche auf einen internationalen Startplatz untermauert. «Das war die beste Leistung meiner Elf», befand Trainer Klaus Augenthaler nach dem 3:0-Erfolg gegen den UEFA- Cup-Rivalen Borussia Dortmund. Während der BVB nach der Pleite durch die Tore von Marko Babic, Franca und Dimitar Berbatow um den UEFA-Cup bangen muss, hat Bayer sogar noch Aussicht auf die Champions League.

«Ich werde dafür sorgen, dass wir am Boden bleiben», versprach Augenthaler, dessen Team allein in den vergangenen drei Heimspielen 13 Treffer erzielte und gegen Dortmund seit 13 Jahren zu Hause unbesiegt ist. «Die sind in einer Super-Verfassung», meinte sogar Gäste-Coach Matthias Sammer, der mit seiner Elf in den restlichen vier Saisonspielen hart um den fünften Platz kämpfen muss.

Den hat der VfB Stuttgart durch das 1:0 bei Hannover 96 so gut wie sicher. Mit dem 17. Saisonsieg haben die Schwaben weiter die Champions League fest im Visier. «Wenn wir oben dran bleiben wollen, dürfen wir jetzt nicht locker lassen», forderte VfB- Coach Felix Magath. Den Stuttgarter Sieg rettete ein verfrühter «Sonntagsschuss» von Silvio Meißner. Den von der Unterkante der Torlatte hinter die Linie gesprungenen Ball erkannte Linienrichter Rainer Werthmann als Treffer an. Bei «96» bleiben die Abstiegssorgen bestehen. «Das war zu wenig», meinte Trainer Ewald Lienen.

Mit der Rückkehr von Fredi Bobic in das Team von Hertha BSC konnten die Berliner erstmals seit dem 22. Spieltag die Abstiegsränge verlassen. Beim 3:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern zählte der Nationalspieler neben Marcelinho und Artur Wichniarek zu den Torschützen. «Fredi hat ein sehr gutes Spiel gemacht», lobte sogar Herthas Trainer Hans Meyer. Die Pfälzer enttäuschten bei ihrer 12. Auswärtspleite in der Fremde einmal mehr, haben aber im Kampf um den Klassenverbleib den Vorteil von drei ausstehenden Heimspielen.

Borussia Mönchengladbach hingegen zeigt Nerven im Abstiegskampf. «Die Mannschaft hat eine gewisse Versagensangst und Probleme, einen Matchball zu verwandeln», sagte Trainer Holger Fach nach der 0:2- Niederlage gegen den VfL Wolfsburg, der seinen ersten Auswärtssieg nach sieben Monaten und den zweiten Sieg im dritten Spiel unter dem neuen Trainer Erik Gerets feiern konnte. Mit nur einem Punkt aus zwei Heimspielen innerhalb von acht Tagen droht den Gladbachern am letzten Spieltag ein «Abstiegs-Endspiel» gegen München 1860.

Durch zwei Treffer von Martin Max hat sich Hansa Rostock mit dem 3:1-Erfolg gegen den FC Schalke 04 der größten Sorgen entledigt und den Gelsenkirchenern die UEFA-Cup-Hoffnungen genommen. «Ich denke, dass wir den Nicht-Abstieg heute geschafft haben», meinte Rostocks Torjäger. Den Anschluss an die rettenden Plätze hat Eintracht Frankfurt durch den 3:0-Erfolg gegen den SC Freiburg hergestellt. Ervin Skela, Christoph Preuß und Markus Beierle trafen für die Hessen. Praktisch besiegelt ist der Abstieg des 1. FC Köln nach der 2:4-Pleite beim Hamburger SV. Einziger Lichtblick beim FC war Jungstar Lukas Podolski, der neben Springer für den FC traf.

Schreibe einen Kommentar