Aufatmen in Hannover: «Erstmal ein Befreiungsschlag»

Aufatmen in Hannover: «Erstmal ein Befreiungsschlag»
Bildhinweis: Die Spieler von Hannover 96 lassen sich nach dem Sieg gegen Wolfsburg von den Fans feiern. Foto: Swen Pförtner

Hannover (dpa) – Die Erleichterung in Hannover ist riesig. «Natürlich ist das erst einmal ein Befreiungsschlag. Das tut gut. Das haben die Jungs sich verdient», sagte 96-Trainer André Breitenreiter nach dem 2:1 (1:0)-Derbysieg gegen den VfL Wolfsburg.

Der Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga schaffte im elften Saisonspiel endlich den zweiten Saisonsieg, er setzte sich vorerst um vier Punkte von den beiden direkten Abstiegsplätzen ab und zog auch den Nachbarn aus der VW-Stadt wieder in die prekären Tabellenregionen hinein. Die Länderspielpause dürfte in Hannover somit ruhiger werden als befürchtet. Denn selbst die vereinsinternen Auseinandersetzungen zwischen Clubchef Martin Kind und der Oppositionsgruppe «Pro Verein 1896» gerieten zumindest erst einmal wieder in den Hintergrund.

«Wir haben diesen Sieg gebraucht», sagte auch der starke Mittelfeldspieler Ihlas Bebou, der das 1:0 durch Linton Maina (31. Minute) vorbereitete und das 2:0 (62.) per Foulelfmeter selbst erzielte. «Wir haben uns sehr gut gewehrt gegen die Situation und wollen jetzt darauf für die nächsten Spiele aufbauen.»

Die Torschützen Bebou und Maina sind erst 24 und 19 Jahre alt. Dazu hat Hannover mit Waldemar Anton den jüngsten Kapitän der Bundesliga (22) und mit Noah Sarenren Bazee (22) ein weiteres Toptalent, das gegen Wolfsburg sein Comeback nach langer Verletzungspause gab.

Diese Beispiele zeigen: Teils aus Personalsorgen, teils aus Überzeugung geht 96 im Abstiegskampf einen ungewöhnlichen Weg und setzt auf junge Spieler. «Die Jungs haben diesen Mut und diese Unbekümmertheit, die uns hilft», sagte Breitenreiter.

Und der VfL Wolfsburg? Der haderte nach dem Spiel damit, dass er vor 35 800 Zuschauern nur eine seiner vielen Chancen zum späten Anschlusstreffer durch Wout Weghorst (82./Foulelfmeter) nutzte. «Mir fällt heute nicht viel ein. Mehr Chancen können wir uns gar nicht herausspielen», sagte Trainer Bruno Labbadia.

Die «Wölfe» haben nur eines der vergangenen neun Bundesliga-Spiele gewonnen und liegen jetzt in der Tabelle nur noch drei Punkte vor Hannover. «Der Gedanke «Dieses Spiel ist verdammt wichtig für uns»: Der hat heute gefehlt», kritisierte Mittelfeldspieler Josip Brekalo.

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