Aachens Vizepräsident kritisiert UEFA

Aachen (dpa) – Der Vizepräsident des Zweitligisten Alemannia Aachen, Tim Hammer, hat heftige Kritik an der Europäischen Fußball-Union (UEFA) geübt. Der Verband will die Heimspiele der Aachener im UEFA-Cup in der kommenden Saison in den benachbarten Niederlanden nicht zulassen.

«In dem Europa, in dem wir leben, gibt es für solche Ansichten keinen Platz mehr», monierte Hammer und fügte hinzu: «Das könnte kein Mensch verstehen.» Da der Aachener Tivoli kaum UEFA-Ansprüchen genügt, muss der Club, der als DFB-Pokalfinalist schon für den UEFA-Cup qualifiziert ist, da der deutsche Meister und Endspiel-Gegner Werder Bremen in der Champions League starten wird, für die Europacup-Partien in ein anderes Stadion ausweichen. Zwar liegt die Arena des niederländischen Erstligisten Roda Kerkrade nur 10 Kilometer von Aachens Innenstadt entfernt. Doch laut Hammer besteht die UEFA auf einem Umzug innerhalb Deutschlands.

«Das sind uralte Statuten, da ist doch irgendwo ein Fehler im System», klagte Alemannias Vizepräsident. Und ergänzte gegenüber dem Aachener Fußball-Magazin «In der Pratsch»: «Die Herren müssen einmal erklären, warum sie den europäischen Gedanken nicht weiterleben wollen. Wie weit sind wir denn mit Europa, wenn es noch nicht einmal im Sport durchsetzbar ist?»

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