Köln stolpert – Letzte Chance für Frankfurt

Köln stolpert – Letzte Chance für Frankfurt
Köln stolpert - Letzte Chance für Frankfurt
Der Dresdner Oswald (l) im Ballduell mit Ebbers aus Köln. Rechts Schiri Sippel.

München (dpa) – Das Aufstiegsrennen in der 2. Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Mit der 1:2-Niederlage im Nachholspiel bei Dynamo Dresden verpasste der 1. FC Köln nicht nur die Rückkehr an die Tabellenspitze, sondern auch eine Vorentscheidung im Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus.

Die Verfolger dürften nach dem Patzer der Kölner mit frischer Zuversicht in den 26. Spieltag gehen. Sieben Punkte Vorsprung hat der Tabellenzweite Köln auf Eintracht Frankfurt, aber nur vier auf die SpVgg Greuther Fürth und den TSV 1860 München. «Wir haben noch neun Spiele. Wenn wir da genauso spielen, haben wir mit dem Aufstieg nichts zu tun», wetterte Kölns Trainer Huub Stevens nach dem Rückschlag in Dresden. Nun trifft das Stevens-Team im Heimspiel gegen Rot-Weiß Essen erneut auf einen Abstiegskandidaten. «Dieses Spiel wird genauso schwer wie das gegen Dresden», warnte Manager Andreas Rettig.

Boden gut gemacht haben zuletzt vor allem die Münchner «Löwen». Nach fünf Siegen in Serie ist der Bundesliga-Absteiger punktgleich mit dem Tabellendritten Fürth. Mit einem Punktgewinn beim Karlsruher SC könnten die in der Rückrunde noch unbesiegten Münchner sogar das erste Mal in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz vorrücken, da Fürth erst am Montag das Top-Spiel in Frankfurt bestreitet. «Wir müssen unter allen Umständen ungeschlagen bleiben», forderte Coach Maurer. Allerdings treten die Karlsruher mit breiter Brust an. Durch das 4:3 im Nachholspiel beim 1. FC Saarbrücken verließ der KSC die Abstiegsränge.

Auf einen Ausrutscher der «Löwen» hoffen neben Tabellenführer MSV Duisburg und den Kölnern vor allem Frankfurt und Fürth. Nach der 1:2-Niederlage in München ist das Heimspiel gegen den Tabellendritten für die Eintracht wohl schon die letzte Chance im Aufstiegsrennen. «Wer glaubt, uns abschreiben zu können, wird sich wundern», tönte Trainer Friedhelm Funkel.

Zielstrebig in Richtung Bundesliga marschiert derzeit der MSV Duisburg. Der Spitzenreiter feierte zuletzt drei Siege hintereinander und will diese Serie gegen den Tabellensechsten Erzgebirge Aue fortsetzen. Vorsicht ist allerdings geboten, denn die Auer gehören nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen überraschend auch noch einmal zum Kreis der Aufstiegskandidaten. Trainer Gerd Schädlich kündigte an, die etablierten Teams ärgern zu wollen.

Am anderen Ende der Tabelle kommt es am 26. Spieltag zu den Richtung weisenden Partien zwischen Energie Cottbus und der SpVgg Unterhaching sowie Dresden und Rot-Weiß Oberhausen. Brisant ist das Aufeinandertreffen von Wacker Burghausen und LR Ahlen am Freitag. Das Hinspiel (1:0 für Ahlen) war von Schiedsrichter Robert Hoyzer verschoben worden, der DFB entschied auf ein Wiederholungsspiel.

Schreibe einen Kommentar