Die Trainer sind sich über Aufstiegskandidaten einig

München (dpa) – Die Trainer haben sich festgelegt: Der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und der TSV 1860 München schaffen den direkten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga.

Mit großem Vorsprung wurde das Absteiger-Trio in einer dpa-Umfrage von allen 18 Trainern zu den Favoriten auf die drei Aufstiegsplätze in der 2. Bundesliga gekürt. Für den erweiteren Kreis der Erstliga-Anwärter erhielten der MSV Duisburg und die in der vorigen Saison knapp gescheiterten Teams von Energie Cottbus und Alemannia Aachen die meisten Stimmen.

Selten war das Votum der Trainer eindeutiger, obwohl die Liga so stark und ausgeglichen wie kaum zuvor besetzt scheint. «Von der Qualität und dem Umfeld her sind 1860, Köln und Frankfurt natürlich die ersten Anwärter auf den Aufstieg», sagte Trainer Markus Schupp von Wacker Burghausen, der den prominenten Clubs allerdings eine harte Konkurrenz voraussagt: «Das wird ein ganz schweres Rennen. Für mich sind 60 bis 70 Prozent der Mannschaften erstligareif.»

Coach Christoph Franke von Aufsteiger Dynamo Dresden glaubt, «dass die Absteiger mit aller Macht wieder nach oben wollen, aber rein vom Potenzial her sind für mich auch Aachen, Duisburg und Cottbus heiße Kandidaten.» Die Favoriten sehen sich in unterschiedlichen Rollen. Trainer Huub Stevens vom 1. FC Köln spricht selbstbewusst vom direkten Wiederaufstieg als Saisonziel und bietet für den Fall des Scheiterns persönliche Konsequenzen an: «Wenn wir das nicht erreichen, habe ich mein Ziel verfehlt. Dann muss es ein anderer versuchen.»

Die Münchner «Löwen» gehen mit der Favoritenrolle vorsichtiger um. «Wir sind konkurrenzfähig und werden um die ersten drei Plätze kämpfen, aber es wird ganz hart», meinte Trainer Rudi Bommer. «Wir müssen nicht aufsteigen, wollen aber vorne mitspielen», äußerte sich Duisburgs Vorstands-Vorsitzender Walter Hellmich unverbindlich. Zurückhaltende Worte wählte Cottbus-Trainer Eduard Geyer: «Wenn alle 13, 14 Spieler der ersten Reihe gesund bleiben, dann werden wir einigermaßen über die Runden kommen und oben mitspielen.»

Als Etat-Könige sind Köln (24 Millionen Euro), Frankfurt (12,5) und 1860 München (12,0) allein schon aus wirtschaftlichen Gründen zur sofortigen Rückkehr ins Fußball-Oberhaus verpflichtet. Doch auch finanziell weniger gut betuchte Clubs spielten bei den Gedanken der Trainer eine Rolle. So räumt Dieter Hecking, Nachfolger von Jörg Berger in Aachen, dem FC Erzgebirge Aue und der SpVgg Greuther Fürth Außenseiterchancen ein.

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