Schuldenanstieg beim 1. FC Nürnberg

Schuldenanstieg beim 1. FC Nürnberg
Schuldenanstieg beim 1. FC Nürnberg
Nürnbergs Präsident Michael A. Roth fährt eine Ehrenrunde.

Nürnberg (dpa) – Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg muss nach Angaben von Präsident Michael A. Roth auch mit Blick auf seine finanzielle Gesundung auf Jahre den Verbleib in der Fußball-Eliteliga sichern.

«Abstieg, Aufstieg, Trainerwechsel – das kostet alles viel Geld. Das ständige Auf und Ab ist sportlich und finanziell ungesund», erklärte der Präsident bei der Vorlage der Bilanz in Nürnberg. Deshalb sei es für den Verein sehr wichtig, «die Liga auf längere Zeit zu halten».

Die Verbindlichkeiten des fränkischen Traditionsclubs stiegen in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in die Bundesliga vor allem durch stark erhöhte Ausgaben im Profi-Kader an. Insgesamt wuchsen die Schulden nach Angaben von Roth in der Saison 2004/05 um 3,8 Millionen Euro auf nunmehr 7,4 Millionen Euro. Dabei beliefen sich die Bankschulden auf 2,7 Millionen Euro. Das erste Bundesliga-Jahr nach seiner Rückkehr schloss der «Club» mit einem Verlust von 600 000 Euro ab. «Angesichts der Umstände ist das ein gutes Ergebnis», sagte Roth.

«Der Club ist sowohl ein Wirtschaftsunternehmen wie auch ein Sportverein. In beiden Fällen gibt es noch viel zu tun», sagte Roth weiter. Der «Club»-Präsident stellte angesichts der düsteren Tabellensituation die Verpflichtung eines weiteren Spielers in Aussicht. «Große Ablösesummen können wir uns aber nicht leisten.» Durch den Weggang von Tomasz Hajto und Samuel Slovak habe der Kader jedoch verkleinert und Ausgaben eingespart werden können.

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