Coronavirus-Schnelltests bei Eintracht: kein Verlass

Coronavirus-Schnelltests bei Eintracht: kein Verlass
Bildhinweis: Bei der Eintracht hatten sich zwei Spieler und zwei Betreuer mit dem Covid-19-Erreger infiziert. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Coronavirus-Schnelltests haben nach einem Bericht des «Spiegel» beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt keine befriedigenden Ergebnisse darüber gebracht, wie immun Menschen gegen den Covid-19-Erreger sind.

Wie das Nachrichtenmagazin berichtete, sind in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Frankfurt bei einem Pilotprojekt 30 Teammitglieder des Clubs mit zwei gängigen Antikörpertests untersucht worden. In sieben Fällen – und damit knapp bei einem Viertel der Proben – wichen die Ergebnisse voneinander ab.

«Auch wenn unsere Untersuchung nicht repräsentativ ist, mahnt sie doch zur Vorsicht, sich nicht allein auf diese Schnelltests zu verlassen», sagte Eintracht-Mannschaftsarzt Florian Pfab. Bei der Eintracht hatten sich zwei Spieler und zwei Betreuer mit dem Covid-19-Erreger infiziert.

Schnelltests spielen eine Rolle bei der Frage, ob und wann die Bundesliga ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. Nach jetzigem Stand werden die Antikörpertests bei den Spielern nur eine untergeordnete Bedeutung haben können.

«Valide Antikörpertests bieten grundsätzlich ein enormes Potenzial – auch für den Fußball«, sagte Pfab, «aber wir brauchen hier noch mehr Sicherheit und einheitliche Standards, damit die Ergebnisse auch wirklich für alle Orientierung stiften.»

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