Ab der Saison 2021/22 Verbot von Sportwettenwerbung in Spanien?

Ab der Saison 2021/22 Verbot von Sportwettenwerbung in Spanien?
Steht der FC Valencia ab der kommenden Saison ohne seinen aktuellen Trikotsponsor da? Ein neuer Gesetzesentwurf sieht ein Verbot von Sportwettenangeboten in Spanien vor. / Imago Images / Agencia EFE

Der spanische Minister Alberto Garzón hat die spanischen Fußballklubs in einem Brief aufgefordert, ihre Partnerschaften mit den Sportwetten und Glücksspielunternehmen mit dem Ende der Saison 2020/21 zu beenden.

Es wird in Spanien ein Gesetz vorbereitet, dass die Bewerbung von solchen Wett- und Glücksspielangeboten Landesweit verbieten wird. Das Verbot gilt für alles Sportarten und Sponsoring jeglicher Art.

Sieben Teams in La Liga tragen Werbung von Sportwettenbetreibern auf ihren Trikots: Alavés (Betway), Cádiz (Dafabet), Granada (Winamax), Levante (Betway), Real Betis (Betway), Sevilla (MarathonBet) und Valencia (Bwin). In der zweiten spanischen Liga haben Girona und Leganés ebenfalls Sportwettenbieter als Trikotsponsoren.

Ein Verbot würde die spanischen Vereine finanziell schwer treffen, da die Auswirkung der Corona Pandemie diese schon jetzt in ernsthafte finanzielle Nöte bringt. Insgesamt stünde nach Aussage von La Liga Präsident Javier Tebas den Vereinen ein Verlust von 90 Millionen Euro bevor, sollte das Gesetz umgesetzt werden. Deshalb fordert die Liga eine Übergangszeit von bis zu drei Jahren um den Klubs die Möglichkeit zu geben, diese Verluste durch anderen Sponsorenpartnerschaften auszugleichen, was dem Schreiben des Ministers nach als unwahrscheinlich gilt.

Mit dem neuen Erlass dürfen Glücksspielanbieter im Fernsehen und Radio nur noch eine Stunde pro Tag zwischen 1 und 5 Uhr morgens werben. Trikotwerbung und Präsenz im Stadion wären verboten. Genauso sollen Namenspartnerschaften untersagt werden.

Quelle/Text: SportsPro / Redaktion fussball24.de

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