Wolfsburger Sieg wohl wertlos – Hristow nicht spielberechtigt

Wolfsburger Sieg wohl wertlos – Hristow nicht spielberechtigt
Wolfsburger Sieg wohl wertlos - Hristow nicht spielberechtigt
Der Wolfsburger Pablo Thiam (l) klärt vor dem Kölner Giovanni Federico (r).

Köln (dpa) – Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg muss trotz eines 3:0 (2:0)-Erfolges bei den Amateuren des 1. FC Köln um den Einzug in die nächste Pokalrunde bangen.

Die Rheinländer haben unmittelbar nach der Partie Protest gegen die Wertung eingelegt, weil ihrer Ansicht nach VfL-Profi Marian Hristow wegen einer noch nicht abgesessenen Pokal-Sperre nicht spielberechtigt gewesen ist. Wolfsburgs Manager Peter Pander gab das Missgeschick sofort zu. «Wir haben offensichtlich einen Fehler gemacht. Ich nehme die Schuld auf mich», sagte der Manager und griff der Entscheidung des Sportgerichts vor. «Ich gehe davon aus, dass die Partie für Köln gewertet wird», sagte Pander.

Der Bulgare Hristow, der seit Saisonbeginn in Wolfsburg spielt, hatte als Spieler seines früheren Clubs 1. FC Kaiserslautern im Pokalfinale 2003 gegen den FC Bayern München (1:3) in der 78. Minute eine Rote Karte erhalten und war daraufhin für drei Pokalspiele gesperrt worden. Im Vorjahr absolvierten die Pfälzer nur eine Partie im DFB-Pokal und schieden gegen Eintracht Braunschweig in der ersten Runde aus. In dieser Partie wurde Hristow wegen seiner Sperre nicht eingesetzt, musste aber noch zwei weitere Spiele im Pokal aussetzen. Dies war den Wolfsburgern bei der Vorbereitung auf die Partie in Köln offenbar nicht bewusst.

Sportlich hatten die Wolfsburger keine Probleme beim Regionalligisten und gewannen die Partie vor 2000 Zuschauern im Kölner Südstadion souverän. Die Treffer für die Niedersachsen erzielten Diego Klimowicz (31.) und Thomas Brdaric (42./50.). Nach Aussage von Manager Pander sind die Wolfsburger erst in der Schlussphase der Partie über ihr Missgeschick informiert worden.