Wolfsburg lässt nicht locker – Bayern bleiben dran

Wolfsburg lässt nicht locker – Bayern bleiben dran
Wolfsburg lässt nicht locker - Bayern bleiben dran
Wolfsburgs Edin Dzeko jubelt nach einem seiner drei Treffer gegen Hoffenheim.

Hamburg (dpa) – Der VfL Wolfsburg lässt im Kampf um die deutsche Meisterschaft nicht locker, doch auch der FC Bayern München wittert wieder Morgenluft.

Im ersten Spiel unter Interims-Trainer Jupp Heynckes gewann der Titelverteidiger gegen Borussia Mönchengladbach mit 2:1 und liegt weiter drei Punkte hinter dem Tabellenführer zurück, der am 30. Spieltag einen 4:0-Erfolg über 1899 Hoffenheim feierte. Dagegen verlor der VfB Stuttgart den unmittelbaren Kontakt zur Spitze durch das 2:2 bei Arminia Bielefeld. Mit einem Sieg beim Hamburger SV könnte Hertha BSC wieder bis auf zwei Zähler an Wolfsburg herankommen.

Im Spiel eins nach Klinsmann holten die Bayern auch ohne den gesperrten Spielmacher Franck Ribéry gegen Abstiegskandidat Gladbach die erwarteten drei Punkte. Bastian Schweinsteiger (33. Minute) und Hamit Altintop (42.) sorgten mit ihren Treffern für ein gelungenes Heynckes-Comeback auf der Münchner Trainerbank. Filip Daems (38.) verwandelte einen von Bayern-Keeper Jörg Butt verschuldeten Elfmeter für die Borussia, die nur dank des Karlsruher Punktverlustes auf dem vorletzten Platz blieb.

Der 14. Heimsieg der Saison gegen Neuling Hoffenheim war für den VfL Wolfsburg ein hartes Stück Arbeit. Erst ein Hattrick von Edin Dzeko (65./74./78.), der seine Saisontore Nummer 17, 18 und 19 markierte, brach den Bann für das Team von Felix Magath, dessen möglicher Wechsel nach Schalke im Vorfeld der Partie für reichlich Spekulationen gesorgt hatte. Mit einem Strafstoß zum 4:0 gelang Grafite bereits sein 23. Treffer in dieser Spielzeit. Der Hoffenheimer Andreas Beck hatte zuvor wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen. Der Herbstmeister versinkt nach dem zwölften sieglosen Spiel in Serie immer tiefer im Niemandsland der Tabelle.

Mit dem 2:2 in Bielefeld riss die Serie des VfB Stuttgart, der zuletzt fünfmal gewonnen hatte. Mathieu Delpierre (4.) und Thomas Hitzlsperger (35.) hatten die Schwaben zwar zweimal in Führung gebracht, doch die Arminia fightete zurück. Christopher Katongo (30.) und Vlad Munteanu (68./Foulelfmeter) retteten einen Punkt für die Ostwestfalen, die weiter den Relegationsplatz 16 einnehmen.

Im insgesamt elften Spiel unter der Regie von Mike Büskens und Youri Mulder ging die Erfolgsserie von Schalke 04 mit dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen zu Ende. Während die Werkself durch Tore von Patrick Helmes (9.), der zum 19. Mal in dieser Saison ins Schwarze traf, und Renato Augusto (27.) ihre Talfahrt stoppte, erhielten die Ambitionen der Königsblauen auf einen Europacup-Startplatz einen empfindlichen Dämpfer. Kevin Kuranyis Tor (87.) kam zu spät für die Schalker, die hinter den Revier-Rivalen aus Dortmund auf Rang sieben zurückfielen.

Die Westfalen feierten mit dem 2:0 bei Eintracht Frankfurt ihren sechsten Sieg in Serie und stellten damit den Vereinsrekord ein. Die Treffer für die Elf von Jürgen Klopp erzielten Mohamed Zidan (79.) und der Frankfurter Habib Bellaid (84.), der ins eigene Netz traf.

Auch das Comeback des lange verletzten Kapitäns Maik Franz brachte dem Karlsruher SC nicht den erhofften Erfolg im Abstiegs-Endspiel gegen Energie Cottbus. Mit dem torlosen Remis gegen die Lausitzer verpasste der KSC die Chance, endlich vom Tabellenende wegzukommen. Dagegen holte Cottbus einen weiteren wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenverbleib.

Bereits am Vortag schaffte Hannover 96 beim 2:0 (2:0)-Erfolg bbeim VfL Bochum den ersten Auswärtssieg der Saison und feierte gleichzeitig den Klassenverbleib. Dank der Treffer von Arnold Bruggink (12.) und Hanno Balitsch (32.) sowie ihres überragenden Torhüters Robert Enke nahmen die Niedersachsen drei Punkte mit nach Hause und entledigten sich mit 35 Punkten aller Abstiegssorgen. Beim VfL herrscht im Kampf gegen den Abstieg dagegen wieder Alarmstufe Rot. «Wir wollten unbedingt gewinnen. Das ist in die Hose gegangen. Jetzt ist unsere Situation wieder höchst prekär und es wird sehr eng», analysierte Philipp Bönig die Lage beim Revierclub.

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