WM-Quartier: Holzhäuser sieht Schaden beim DFB

WM-Quartier: Holzhäuser sieht Schaden beim DFB
WM-Quartier: Holzhäuser sieht Schaden beim DFB
Wolfgang Holzhäuser während einer Pressekonferenz im Juni in Leverkusen.

Leverkusen (dpa) – Der Streit im Deutschen Fußball-Bund (DFB) um das zugesagte WM-Trainingslager in Leverkusen wird beim Fußball-Bundesligisten mit zunehmender Verwunderung beobachtet.

«Das betrachte ich nur noch mit einem Lächeln», meinte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. Einen Schaden für seinen Verein erkennt er trotz des Hickhacks zwischen DFB-Führung und dem neuen Bundestrainer Jürgen Klinsmann, der eine andere Quartier- Lösung bei der Weltmeisterschaft in zwei Jahren anstrebt, nicht: «Beschädigt wird nur der, der glaubt, Vereinbarungen nicht einhalten zu müssen.»

Grundsätzlich fordert Holzhäuser für die Deutsche Fußball Liga (DFL) weiter ein Mitspracherecht zu Fragen der Nationalmannschaft, auch wenn ein zweiter DFB-Präsident für die Übergangszeit bis 2006 installiert werden sollte. «Die Liga hat ein Anrecht mitzureden, was mit seinen Spielern geschieht», meinte DFL-Vorstandsmitglied Holzhäuser. Er sei dafür, dass die Nationalmannschaft weiter beim DFB bleibe, «doch die DFL muss Mitverantwortung tragen». Bisher ist im DFB allein der Präsident für das DFB-Team zuständig.

Für den DFB-Bundestag liegt der Antrag vor, dass zukünftig DFB-Präsident und der DFL-Vorsitzende gemeinsam für die Nationalelf verantwortlich sein sollen. Allerdings hat der Antrag praktisch keine Aussicht auf Erfolg, da die Amateurvertreter dagegen sind und beim Bundestag klar die Mehrheit vertreten.