VfB will gegen Glasgow erstes Festspiel

VfB will gegen Glasgow erstes Festspiel
VfB will gegen Glasgow erstes Festspiel
Trainer Babbel (r-l), Manager Heldt und Spieler Hitzlsperger beantworten Fragen von Journalisten.

Stuttgart (dpa) – Nach dem ernüchternden Saisonstart in der Bundesliga will der VfB Stuttgart in der Champions League von Anfang an berauschenden Fußball zeigen.

«Ich wünsche mir, dass das Bewusstsein geschaffen wird, dass diese Spiele Feste für den ganzen Verein und unsere Fans werden sollen», sagte VfB-Sportvorstand Horst Heldt einen Tag vor dem Champions-League-Auftakt beim Heimspiel gegen Glasgow Rangers. «Die Situation ist, wie sie ist. Wir hatten in der Bundesliga keinen guten Start, aber jetzt ist Champions League. Die Fans freuen sich darauf, und wir müssen ihnen gute Spiele bieten.»

Allerdings steht für die Schwaben nach dem mit nur fünf Punkten aus fünf Partien missratenen Liga-Start im Heimspiel gegen den schottischen Rekordmeister bereits eine Menge auf dem Spiel. Nach anfänglicher Aufbruchsstimmung um die späten Transfer-Coups mit Alexander Hleb, Pawel Pogrebnjak und Zdravko Kuzmanovic würde ein verpatzter Einstand in die «Königsklasse» die Laune rund um den Cannstatter Wasen auf einen neuen Tiefpunkt sinken und das erklärte Ziel Achtelfinale bereits in weite Ferne rücken lassen. Schließlich ist Glasgow neben dem rumänischen Meister Unirea Urziceni eines der beiden schwächer eingeschätzten Teams in der Gruppe G, die vom FC Sevilla komplettiert wird.

Heldt forderte eine positive Einstellung: «Das sind Momente, die in einem Fußballer-Leben nicht so oft kommen. Ich bin überzeugt, dass man eine gute Leistung bringen kann, wenn man mit Freude in so etwas hineingeht.» Auch Trainer Markus Babbel hofft, dass seine Profis auf der Millionen-Bühne nicht verkrampfen, sondern Spielfreude und Selbstbewusstsein wiederfinden. «Wir müssen uns einfach bewusst sein, dass viele Mannschaften gerne an unserer Stelle wären», betonte Babbel. «Und die Spieler müssen sich bewusst sein, dass sie nicht für einen Verein XY spielen, sondern für den VfB Stuttgart.»

Die Gäste aus Glasgow, mit denen die Stuttgarter es bereits bei ihren vergangenen beiden Champions-League-Teilnahmen zu tun hatten (zwei Heimsiege/zwei Auswärtsniederlagen), erwartet Babbel als unangenehmen Gegner. «Wir treffen auf eine Mannschaft mit großer internationaler Erfahrung, die spielerisch gut ist und physisch sehr stark», warnte Babbel.

Ob der Trainer gegen das schottische Bollwerk auf die Kreativität seines Mittelfeld-Stars Hleb bauen kann, war einen Tag vor der Partie mehr als fraglich. «Ich muss sehen, ob er das Abschlusstraining zu hundert Prozent bestreiten kann, und dann werden wir entscheiden», sagte der 37-Jährige. Mit welcher Rotationsvariante er den drohenden Engpass überbrücken will, ließ Babbel offen. Definitiv verzichten muss der 37-Jährige auf Linksverteidiger Ludovic Magnin, der sich im Training einen Muskelfaserriss zugezogen hatte.

Rangers-Coach Walter Smith schob dem VfB die Favoritenrolle zu. «Der VfB hat große Qualität in der ganzen Mannschaft. Für uns ist das ein großer Test», sagte der 61 Jahre alte Trainerfuchs nach der Ankunft in Stuttgart.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

VfB Stuttgart: Lehmann – Träsch, Tasci, Delpierre, Boka – Khedira, Hitzlsperger – Hilbert, Gebhart (Kuzmanovic) – Pogrebnjak, Marica (Cacau)

Glasgow Rangers: McGregor – Whittaker, Bougherra, Weir, Papac – Nacho Novo, Davis, Mendes, Thomson, Naismith – Miller

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