VfB-Trainer Sammer sucht Abwehrspieler

VfB-Trainer Sammer sucht Abwehrspieler
VfB-Trainer Sammer sucht Abwehrspieler
Matthias Sammer gibt im Stuttgarter Robert-Schlienz-Stadion Autogramme.

Stuttgart (dpa) – Für den VfB Stuttgart hat mit der ersten Übungseinheit unter dem neuen Trainer Matthias Sammer die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Fußball-Bundesliga und die «Nach-Magath-Ära» begonnen.

Zuvor hatte sich Sammer einen Überblick über den Kader verschafft und festgestellt, dass dem Team noch ein gestandener Abwehrspieler fehle. «Die Nummer fünf ist noch frei. Wir müssen einen Spieler finden, dem das Trikot passt», sagte der 36 Jahre alte Europameister von 1996.

«Der erste Eindruck ist sehr positiv», meinte Heimkehrer Sammer, der von 1990 bis 1992 bei den Schwaben gespielt hatte, nach dem Training bei strahlendem Sonnenschein. 600 Zuschauer spendeten ihm und den Neuzugängen Matthieu Delpierre (23) vom OSC Lille und Martin Stranzl (24) vom TSV 1860 München Beifall. «Ich bin vom Verein und meinen Kollegen herzlich begrüßt worden. Die Mannschaft hat viel Potenzial», sagte Verteidiger Stranzl.

Zum Auftakt fehlten allerdings gleich zehn Akteure: Timo Hildebrand, Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel und Philipp Lahm haben nach der Europameisterschaft Sonderurlaub. Länger frei erhielten auch Zvonimir Soldo, Alexander Hleb, Christian Tiffert sowie die EM-Fahrer Hakan Yakin und Boris Zivkovic. Der langzeitverletzte Marco Streller weilt zur Rehabilitation in seiner Schweizer Heimat.

«Mit Kuranyi habe ich bereits gesprochen. Er hat mich direkt angerufen und gefragt, wie lange er Urlaub habe», sagte Sammer, der sich über die guten Trainingsbedingungen und das Wetter freute. «Da ich südländisch veranlagt bin, kommt mir die Sonne in Stuttgart entgegen», sagte der Rotschopf verschmitzt. Mit Hildebrand will Sammer sobald wie möglich über eine Verlängerung des bis 2005 laufenden Vertrages reden. «Timo ist eine Integrationsfigur beim VfB. Ich möchte, dass er verlängert.»

Sammer wird den richtigen Einblick erst in den kommenden Wochen bekommen. «Jeder Spieler will jetzt positiv auffallen. Aber wichtig ist der Alltag», sagte der ehemalige Dortmunder Trainer. Sein Ziel ist, an die Erfolge des VfB unter Felix Magath anzuknüpfen. «Der VfB sollte im oberen Bereich mitspielen, also in den internationalen Plätzen», sagte Sammer. «Das Ziel ist, sich über Jahre oben festzusetzen. Vielleicht gelingt dann irgendwann ‚mal der große Coup.» Stranzl ging einen Schritt weiter: «Ich habe hier vier Jahre Vertrag und ich hoffe, wir können in der Zeit einen Titel holen.»

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