VfB-Fans hatten ein «bissle mehr» erwartet

VfB-Fans hatten ein «bissle mehr» erwartet
VfB-Fans hatten ein «bissle mehr» erwartet
VfB Stuttgart-Fans verfolgen auf einer Videowand das Spiel gegen die Bayern.

Stuttgart (dpa) – Nach dem geplatzten Titeltraum und dem verpassten direkten Einzug in die Champions League herrschte bei den zu Tausenden in Biergärten und Kneipen mitfiebernden Fans des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart leichte Enttäuschung.

Nach der phänomenalen Aufholjagd schien der ganz große Coup beim Saisonfinale nahe. Doch der neue Meister VfL Wolfsburg und der FC Bayern München als direkter Gegner im Süd-Gipfel spielten nicht mit. Doch trotz der 1:2-Niederlage verteidigten die Schwaben den dritten Rang und erreichten damit die Qualifikationsspiele für die Königsklasse.

Ein «bissle mehr» mehr habe er schon erwartet, sagte der eingefleischte VfB-Anhänger Roland Käufer und gab damit die Stimmung im Stuttgarter Schlossgarten nach der Niederlage gegen den Erzrivalen trefflich wieder. In der Parkanlage drückten mehrere tausend Menschen vor Großleinwänden ihrer Mannschaft die Daumen. Nach dem Entsetzen in der 16. Minute nach dem Eigentor von Khalid Boulahrouz und dem vorentscheidenden 0:2 durch Mark van Bommels (60). versöhnte sie zumindest Torjäger Mario Gomez mit seinem Anschlusstreffer (63.) in der zweiten Halbzeit ein wenig. «Gomez muss bleiben», forderte daher auch sofort der 25-Jährige Philipp im Trikot seines Lieblingsspielers trotz aller Wechsel-Gerüchte um den Torjäger, der es in dieser Saison immerhin auf stattliche 24 Bundesliga-Treffer gebracht hat.

Auch wenn die Gesänge Stadionstimmung erzeugten und die Fans ein sommerliches Volksfest in der Mitte Stuttgarts inszenierten – nicht alle «Rot-Weißen» waren zufrieden. «Ich hätte das lieber nicht gesehen», meinte etwa Pawel. Er hatte sich eine gute Sicht auf die wegen der Sonne manchmal nur schwer zu verfolgende Partie erkämpft. «Aber der dritte Platz, das ist doch besser als gar nichts. Der Glaube an den VfB bleibt immer noch. Nicht jeder Tag kann perfekt sein», sagte der verschwitzte 24-Jährige. Auch wenn es für die großen Träume und die insgeheim erhoffte Meisterfeier nicht reichte, versicherte er: «Wir feiern heute Abend trotzdem.»

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