U 21-Junioren verlieren gegen Griechenland

U 21-Junioren verlieren gegen Griechenland
U 21-Junioren verlieren gegen Griechenland
Ein Grieche (m) kämpft gegen zwei deutsche Spieler um den Ball.

Thessaloniki (dpa) – Die deutschen Fußball-Junioren haben ihre EM-Generalprobe verpatzt. Vier Wochen vor dem Start der U 21-Endrunde im eigenen Land unterlag das Team von Trainer Ulli Stielike der Olympia-Mannschaft von Griechenland mit 1:2 (0:1).

Vor 6000 Zuschauern in Thessaloniki blieb die DFB-Auswahl weit unter ihren Möglichkeiten. Dimitrios Salpigidis von heimischen POAK Thessaloniki (1.) und Dimosthenis Manousakis (53.) schossen den verdienten Sieg der robusteren und besser organisierten Griechen heraus. Erst in der Nachspielzeit kamen die Gäste durch den Stuttgarter Christian Tiffert zum Ehrentreffer. Für die deutsche U 21 war es die erste Niederlage seit sieben Monaten.

Die Gastgeber sahen die Partie im rekonstruierten Stadion «Kaftanzogleio», wo mehrere Partien des olympischen Fußball-Turniers ausgetragen werden, auch als organisatorische Generalprobe. So prägten hohe Sicherheitsvorkehrungen die Begegnung. Für das griechische Team, das als eine von vier europäischen Mannschaften bei Olympia im August in Athen spielt, hatte das Duell ebenfalls große Bedeutung. Entsprechend engagiert gingen die Gastgeber von Beginn an zu Werke.

Die komplette deutsche Abwehr einschließlich Torwart Tom Starke (HSV), der den pausierenden Stammkeeper Tim Wiese (1. FCK) ersetzte, war mit dem Gedanken noch in der Kabine, als Salpigidis nach 35 Sekunden die Griechen aus Nahdistanz in Führung schoss. Auch danach offenbarten die Gäste in der Defensive Schwächen. So kam Ioannis Amanantidis völlig frei zum Schuss (20.), doch der Stürmer von Eintracht Frankfurt scheiterte an Starke.

Der taktische Schachzug von Trainer Ulli Stielike, mit drei Stürmern zu beginnen, verpuffte, da Mike Hanke, Lukas Podolski und Benjamin Auer nicht einmal in Tornähe kamen. Nur einmal vor der Pause köpfte Kapitän Hanno Balitsch gefährlich, Aris Galanopoulos klärte auf der Torlinie (27.). Auch der komplette Wechsel der Innenverteidigung brachte kaum Stabilität. Mit einem einfachen Pass in die Spitze waren Christoph Preuss und Alexander Madlung ausgespielt, der Ball von Manousakis rutschte unter Starke ins Netz.

Trainer Stielike wird am 17. Mai das 22-köpfige EM-Aufgebot benennen, das sich eine Woche später in Alzey bei Mainz versammelt. In der Vorrunde trifft Deutschland auf die Schweiz (28. Mai), Schweden (30. Mai) und Portugal (2. Juni). Mindestens Platz drei muss die DFB-Auswahl erreichen, um erstmals nach 1988 wieder bei Olympischen Spielen dabei zu sein.

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