Staatsanwaltschaft verweigert dem DFB Akteneinsicht

Staatsanwaltschaft verweigert dem DFB Akteneinsicht
Staatsanwaltschaft verweigert dem DFB Akteneinsicht
tehTheo Zwanzigst vor dem DFB-Logo

Hamburg (dpa) – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Manipulations-Skandal um Schiedsrichter Robert Hoyzer derzeit noch keine Akteneinsicht. DFB-Sprecher Harald Stenger bestätigte der dpa eine entsprechende Meldung des Berliner «Tagesspiegel».

Nach Angaben des Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger sei bislang auch nicht absehbar, wann der Verband Einblick in das Vernehmungsprotokoll von Hoyzer erhalte. «Derzeit führen wir nur informelle Gespräche mit der Staatsanwaltschaft», sagte Zwanziger dem Blatt.

Der DFB hatte zuvor um Einsichtnahme gebeten. «Auskünfte werden nur erteilt, wenn sie unsere Ermittlungen nicht beeinträchtigen», sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Rüdiger Schmidt dem «Tagesspiegel». Möglicherweise fürchten die Ermittler, dass wichtige Spuren beseitigt werden könnten, wenn zu diesem Zeitpunkt Informationen oder Spekulationen an die Öffentlichkeit gelangten.

Unterdessen hat der DFB hat eine «Sonderkommission Wett- und Spielmanipulationen» eingesetzt. Wie der DFB mitteilte, soll das Gremium die zahlreichen Anfragen aus allen Bereichen auf Grund der aktuellen Entwicklung nach dem Geständnis von Robert Hoyzer koordinieren und die Arbeit des DFB-Kontrollausschusses unterstützen. Das Gremium unter Leitung von DFB-Justiziar Götz Eilers hat bereits am 31. Januar seine Arbeit aufgenommen.

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