Funkel-Team holt 2:2-Unentschieden in Wolfsburg

Funkel-Team holt 2:2-Unentschieden in Wolfsburg
Funkel-Team holt 2:2-Unentschieden in Wolfsburg
Der Wolfsburger Christian Gentner (l) kommt im Zweikampf Frankfurts Michael Fink zu Fall.

Wolfsburg dpa) – Der VfL Wolfsburg hat das Siegen verlernt. Nach drei Niederlagen kam das Team des verärgerten Trainers Felix Magath auch im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nur zu einem 2:2 (1:1) und konnte die Hessen im Bundesliga-Mittelfeld nicht überholen.

Die VfL-Tore von Christian Gentner (6.) und Edin Dzeko (48.) reichten nicht für die Trendwende. Die ersatzgeschwächten Hessen hielten vor 20 656 Zuschauern durch Chris (35.) und Michael Fink (52.) zwei Mal dagegen und verbuchten das Remis als Achtungserfolg.

«Wir haben nach der frühen Führung den Faden verloren», haderte Magath. Bereits zur Pause wechselte er den schwachen Vlad Munteanu und überraschend auch Torhüter Simon Jentzsch aus. «Ich hatte das Gefühl, dass er unsicher ist», begründete der VfL-Trainer die ungewöhnliche Maßnahme. Der neue Keeper André Lenz absolvierte sein erstes Bundesliga-Spiel seit dem Mai 2005.

«Wir haben zwei Mal einen Rückstand aufgeholt. Die Körpersprache war positiv. So habe ich mir das vorgestellt», meinte Frankfurts Coach Friedhelm Funkel zufrieden. Er musste den Ausfall von neun Profis verkraften. Zudem fehlte in der Startelf unerwartet Abwehrchef Sotirios Kyrgiakos. Für den Griechen, der auf der Bank saß, rückte Marco Russ in die Innenverteidigung. Kapitän Ioannis Amanatidis war zunächst im Eintracht-Angriff auf sich allein gestellt.

Das Frankfurter Sicherheitskonzept wurde aber bereits nach sechs Minuten durchkreuzt. Nach einer kurz ausgeführten Ecke von Daniel Baier auf Marcelinho verwertete Gentner die präzise Flanke des Brasilianers zu seinem ersten Bundesliga-Tor. Die Gäste erholten sich nach 20 Minuten von diesem Schock und starteten über den starken Chris, Benjamin Köhler und Mehdi Mahdavikia, der sich weiter nach vorne orientierte, erste Angriffe.

Die taktische Änderung zahlte sich aus. Nach einem Eckball des Iraners Mahdavikia war Chris mit dem Kopf zu Stelle und köpfte den Ausgleich. Jentzsch blieb in dieser Szene auf der Linie, was Magath den Kragen platzen ließ. Die Frankfurter Verlegenheitself war danach ein ebenbürtiger Gegner, profitierte aber von den vielen Unzulänglichkeiten und Abspielfehlern bei den Wolfsburgern. Die Zuschauer pfiffen deshalb das Magath-Team zur Halbzeit auch aus.

Die Umstellungen des VfL-Trainers nach der Pause wirkten sich zunächst positiv aus. Der eingewechselte Dzeko erzielte die erneute Führung, die Fink aber nur wenig später mit einem klugen Heber über Lenz wettmachte. «Mit zwei Stürmern lief es bei uns besser», befand Magath. Beim offenen Schlagabtausch danach hatten aber beide Teams Chancen auf das Siegtor. Amanatidis (81.) verpasste nur knapp den ersten Frankfurter Sieg in Wolfsburg.

David