Sperre für Stuttgarter Stranzl

Sperre für Stuttgarter Stranzl
Sperre für Stuttgarter Stranzl
Martin Stranzl köpft im Oktober in Bielefeld einen Ball.

Stuttgart (dpa) – Im emotionsgeladenen Spiel des VfB Stuttgart beim SC Freiburg sorgte vor allem der Platzverweis für Martin Stranzl für Aufregung. Der VfB-Abwehrspieler wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Spiele gesperrt.

Nach der unfreiwilligen «Aufbauhilfe Süd» für den SC Freiburg will der VfB Stuttgart nun aber im Spitzenkampf der Bundesliga keine weiteren Geschenke machen. «Zum Glück können wir uns damit nicht lange aufhalten. Wir haben gegen Werder Bremen wieder einen schönen Knaller vor uns», sagte Mittelfeldspieler Horst Heldt nach dem 0:2 (0:1) des entthronten Tabellenführers beim Derby in Freiburg.

Stranzl hatt mit einem Bodycheck den Freiburger Publikumsliebling Tobias Willi zu Boden und sich aus dem Spiel befördert. «Das war ein normaler Körperkontakt für mich, dass man sich dann so hinfallen lässt, sich das Gesicht hält und herumweint, das ist für mich nicht notwendig», meinte der Österreicher. Auch VfB-Trainer Matthias Sammer brachte die Reaktion Willis auf die Palme. «Der Platzverweis war für mich lächerlich. Der Gegenspieler schmeißt sich in der Szene hin, als hätte er einen Goldbarren gefunden», schimpfte der Coach. Präsident Erwin Staudt verlangte gar: «So etwas muss man gesellschaftlich ächten.»

Linienrichter Heiner Müller, auf dessen Geheiß hin Schiedsrichter Markus Merk dem Innenverteidiger die Rote Karte gezeigt hatte, «wollte auch mal seine Daseinsberechtigung an den Tag legen», sagte Sammer. Da Stranzl bereits in der vergangenen Saison im Trikot von 1860 München für ein Spiel gesperrt war, muss er nun gegen Bremen und dann beim FC Schalke 04 aussetzen.

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