Quarantäne bei Fortuna Düsseldorf wird weitgehend aufgehoben

Quarantäne bei Fortuna Düsseldorf wird weitgehend aufgehoben
Bildhinweis: Die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf wurde in Quarantäne geschickt. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Düsseldorf (dpa) – Der Sorge nach zwei positiven Corona-Tests folgte bei Fortuna Düsseldorf noch am Sonntag Erleichterung. Der Fußball-Zweitligist muss nach dem Test-Wirrwarr nicht geschlossen in häusliche Quarantäne.

Die beiden betroffenen Spieler zeigen bislang kaum Symptome, und bislang hat es auch beim Testspielgegner im Nachbarort vom Freitagabend keine Infektionen gegeben. «Durch eine aufwendige Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes und ein funktionierendes Hygienekonzept der Fortuna müssen lediglich einige Personen in Quarantäne bleiben», teilte der Club am Sonntag mit.

Am Montag werden die Mannschaft sowie das Trainer- und Funktionsteam um Chefcoach Uwe Rösler erneut auf das Sars-CoV-2-Virus getestet, nach den Ergebnissen werden weitere Maßnahmen entschieden. «Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Gesundheitsamt in Düsseldorf, das durch eine schnelle und gewissenhafte Kontaktverfolgung identifizieren konnte, wer als sogenannte ‚Kontaktperson 1‘ gilt und wer nicht», sagte Clubarzt und Hygienebeauftragter Ulf Blecker.

Nur eine kleine Personenzahl müsse in der häuslichen Quarantäne bleiben, erklärte der Clubarzt. «Weiterhin hoffen wir, dass die positiv getesteten Personen einen milden Krankheitsverlauf haben.» Nach Bekanntwerden der beiden positiven Corona-Fälle am späten Freitagabend nach einem Testspiel in Meerbusch war im Laufe des Samstags klar geworden, dass durch eine Verzögerung im untersuchenden Labor alle Beteiligten zu spät von den Infektionen erfahren hatten.

Die Corona-Tests waren schon am Freitagmorgen durchgeführt worden, erfahren hatte die Fortuna von den Befunden aber erst direkt nach dem Testspiel am selben Abend beim TSV Meerbusch (5:0), wo beide Spieler mitgewirkt hatten. Die namhaften Profis wurden sofort isoliert und fuhren getrennt vom Rest des Teams nach Hause.

Das Gesundheitsverwaltung hatte daraufhin zunächst eine umfangreiche Quarantäne verfügt und verlauten lassen, dass die Fälle beim Profi-Fußballteam genauso behandelt würden wie jeder andere: «Es gibt keine Lex Fortuna», so ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Weiteren Aufschluss wird erst die nächste Testreihe zeigen.

Direkt betroffen war auch der Testspielgegner aus der Nachbarschaft. Die Meerbuscher bekamen ebenfalls – zunächst für fünf Tage – Quarantäne verordnet. Beim Oberligisten ist man alles andere als amüsiert über den Vorfall, zumal die Spieler vor der Partie zweimal getestet wurden. «Bei uns lag kein positiver Befund vor. Wir müssen nun die Ruhe bewahren und abwarten», sagte Meerbuschs Sportlicher Leiter Christoph Peters – zudem ein Sponsor der Fortuna – der «Rheinischen Post».

© dpa-infocom, dpa:200815-99-176620/5

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