Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage

Bielefeld feiert nach drohender Spielabsage
Bildhinweis: Schiedsrichter Patrick Alt (l) zeigt dem Nürnberger Asger Sörensen (r) die rote Karte. Foto: Daniel Karmann/dpa

Düsseldorf (dpa) – Arminia Bielefeld ließ sich auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga auch nicht von einer drohenden Spielabsage beeindrucken.

Das Team von Trainer Uwe Neuhaus gewann das wegen widriger Platzverhältnisse verspätet angepfiffene Punktspiel gegen Hannover 96 durch das Tor des eingewechselten Reinhold Yabo (83. Minute) mit 1:0 (0:0) und verteidigte damit die souveräne Spitzenposition in der 2. Liga. Die Arminia hat mit nunmehr 47 Punkten weiter drei Zähler Vorsprung auf den neuen Zweiten VfB Stuttgart und sogar sechs auf den Derby-Verlierer Hamburger SV, der auf Relegationsrang drei abrutschte.

Der Platz in der mit 26.285 ausverkauften Schüco-Arena war durch den Dauerregen mit Pfützen übersäht. Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) verlegte den Anpfiff um eine halbe Stunde nach hinten und gab nach einer erneuten Platzbegehung grünes Licht. «Den Fußball, den wir seit Monaten spielen, konnten wir nicht spielen. Aber die Mannschaft zeichnet aus, dass sie einfach den Schalter umlegt», sagte Torjäger Fabian Klos. «Das Ergebnis ist schöner als das 6:0 gegen Regensburg. Wir müssen jede Woche neu an unser Limit gehen.»

Pünktlich begannen die anderen Sonntagsspiele. Dabei feierte der Karlsruher SC mit dem 2:0 (2:0) beim SV Sandhausen das Ende einer Serie von zuvor sieben Spielen ohne Sieg. Der KSC hat auf dem Relegationsrang zwei Zähler Rückstand auf Platz 15, den der 1. FC Nürnberg belegt (26). Die Franken verpassten beim 1:2 (1:0) gegen Darmstadt 98 einen weiteren wichtigen Schritt aus der Abstiegszone.

Mit widrigen Witterungsverhältnissen hatten Bielefelds härteste Widersacher Stuttgart und Hamburg am Samstag nicht zu kämpfen. Dem HSV verpasste aber zum zweiten Mal in der laufenden Saison Stadtrivale FC St. Pauli einen herben Dämpfer im Aufstiegsrennen. Nach dem 0:2 (0:2) rutschte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking auf den dritten Platz hinter Stuttgart ab, das 2:0 (0:0) gegen Jahn Regensburg gewann.

«Häme und Spott nehmen wir an», sagte Hecking. «Derby-Meister, Derby-Meister», skandierten mehr als 6000 St.-Pauli-Fans im ausverkauften Volksparkstadion. Schließlich war St. Pauli ein derartiger Doppel-Erfolg zuletzt vor 66 Jahren in der Oberliga Nord geglückt. HSV-Coach Hecking stellte sich vor sein Team und übernahm die Verantwortung für die Pleite durch die Gegentore von Henk Veerman (20.) und Matt Penney (29.).

«Ich muss mich in erster Linie hinterfragen. Vielleicht habe ich nicht die richtigen Worte gefunden, die ich früher schon gefunden hatte», meinte Hecking über seine Halbzeitansprache. Die richtigen Worte gefunden hat seit seiner Amtsübernahme bislang Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo. 13 von 15 möglichen Punkten in fünf Spielen hat der VfB nun geholt, darunter drei Heimsiege ohne Gegentor, und in der Defensive Stabilität gewonnen. Seit Ende Oktober war der VfB nicht mehr so gut platziert.

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