Wettskandal: Haftverschonung für Inhaftierten

Wettskandal: Haftverschonung für Inhaftierten
Wettskandal: Haftverschonung für Inhaftierten
Das „Café King“ in Berlin-Charlottenburg.

Berlin (dpa) – Im Zusammenhang mit dem Fußball-Wettskandal hat einer der fünf Inhaftierten Haftverschonung erhalten. Der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, bestätigte eine entsprechende Meldung des «Tagesspiegel».

Unter Berufung auf Anwalt Axel Weimann berichtet das Blatt, dass der 21-Jährige aus dem Umfeld des Café King nach einem Haftprüfungstermin wieder auf freiem Fuß ist. Laut Grundwald muss er sich mehrmals in der Woche bei der Polizei melden.

Der Anwalt des Beschuldigten, der am 10. März wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs verhaftet worden war, sagte dem Blatt, beim Haftprüfungstermin sei heraus gekommen, «dass an sich gar kein Haftgrund besteht». Es gebe keine konkreten Anhaltspunkte für eine Fluchtgefahr. Der Haftbefehl gegen seinen Mandanten bestehe laut Anwalt Weimann allerdings weiterhin.

Das Café King war Anlaufpunkt des suspendierten Schiedsrichters Robert Hoyzer, der die Manipulation mehrerer Fußballspiele gestanden hat und sich mittlerweile ebenfalls wieder auf freiem Fuß befindet. Der Inhaber des Cafés und zwei Brüder befinden sich weiter in Untersuchungshaft, ebenso Schiedsrichter Dominik Marks.

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