Videobeweis-Chef Drees: Skeptisch bei Trainer-Challenge

Videobeweis-Chef Drees: Skeptisch bei Trainer-Challenge
Bildhinweis: Skeptischer Blick: Jochen Drees. Foto: Arne Dedert/dpa

Frankfurt/Main (dpa) – Jochen Drees sieht als DFB-Projektleiter Videobeweis eine mögliche Trainer-Challenge bei umstrittenen Szenen im Fußball skeptisch.

«Emotional gesehen kann man fragen: Warum nicht?», sagte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter am Donnerstag in Frankfurt/Main der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wir alle wollen doch das Spiel so wenig wie möglich unterbrechen. Da werden die Leute noch länger auf die Folter gespannt.»

Spitzen-Referee Manuel Gräfe aus Berlin hatte nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» vorgeschlagen, den Video-Assistenten (VAR) «nur bei faktischen Sachen» zu nutzen und «den Trainern das Challenge geben». Wie beim American Football sollten Trainer das Recht bekommen, eine begrenzte Zahl von Schiedsrichter-Entscheidungen überprüfen zu lassen.

Drees rechnet derzeit nicht damit, dass so etwas Einzug in den Profifußball erhält. «Das International Football Association Board hat da eine sehr strikte Haltung.»

Der 49-Jährige hatte zuvor auf sportschau.de gesagt, dass er Durchsagen der Schiedsrichter nach Videobeweis-Entscheidungen noch auf dem Feld «perspektivisch für eine gute Option» halte. So könnten die Zuschauer «stärker» mitgenommen werden. Allerdings sei noch unklar, inwieweit das regelgebende IFAB solche Reformen anstrebe. Bislang werden die Fans in den Bundesligen über Texttafeln auf den Videowänden über die VAR-Entscheidungen informiert.

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