Oddset-Chef Horak: Wettverbot für Fußball-Profis

Oddset-Chef Horak: Wettverbot für Fußball-Profis
Oddset-Chef Horak: Wettverbot für Fußball-Profis
Totoscheine der Oddset-Fußballwette.

Hamburg (dpa) – Als Konsequenz aus dem Manipulationsskandal im deutschen Fußball plant der staatliche Wettanbieter Oddset noch in diesem Jahr ein Wettverbot für direkt betroffene Spieler, Trainer, Schiedsrichter und möglicherweise auch Funktionäre.

«Wir haben im Gespräch mit dem DFB und der DFL weitgehend Einigung über die künftige Zusammenarbeit erzielt», sagte Erwin Horak, der Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung in Bayern, der dpa. «Wir müssen das in unseren Gremien aber noch beraten und der DFB und die DFL müssen die Maßnahmen ebenfalls noch beschließen.»

Der Wettanbieter, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) haben sich bereits darauf geeinigt, einen ständigen Ansprechpartner auf beiden Seiten einzusetzen, um die Kommunikationswege zu verkürzen. «Wir diskutieren bei Oddset viele Dinge. Manche Maßnahmen sind bereits umgesetzt.» So werden sich schon von Mitte Juni an Gewinner einer Geldsumme in Höhe von mehr als 1000 Euro persönlich identifizieren müssen.

Unklar ist noch, ob zum Kreis der mit einem Wettverbot belegten Personen auch Vereinsfunktionäre gehören sollen. Dies hatte der bayerische Finanzminister Kurt Falthauser (CSU) unlängst gefordert. Für Spieler, Trainer und Schiedsrichter soll das Wettverbot in den nächsten neun Monaten bis Jahresende umgesetzt werden.

Mit dem Maßnahmenkatalog werden Forderungen umgesetzt, die unmittelbar nach der Aufdeckung des durch den früheren Schiedsrichter Robert Hoyzer ausgelösten Manipulationsskandals erhoben worden waren.

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