Fortuna Köln hält Eintracht Braunschweig mit Auswärtssieg im Tabellenkeller der 3. Liga

Fortuna Köln hält Eintracht Braunschweig mit Auswärtssieg im Tabellenkeller der 3. Liga
Eintracht Braunschweig gelingt Befreiungsschlag gegen Jena
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(von unserem Autor Juro)
Eintracht Braunschweig, nach einem vorzeigbaren Spiel im Pokal gegen Erstligisten Hertha BSC und mehreren spieltechnisch starken Spielen nach einander ohne dem entsprechenden Punktgewinn in der 3. Liga, ist in der neuen Saison nach dem Abstieg aus Liga 2 am Tiefpunkt angekommen. Mit dem Vorhaben angetreten, den ersten Sieg gegen Tabellennachbarn Fortuna Köln einzufahren, steht die neu zusammengestellte Mannschaft der Löwen nach der 0:2-Heimniederlage nun auf dem vorletzten Platz.

Da bei der Eintracht Linksverteidiger Amundsen – gegen Hertha im Pokal einer der stärksten Spieler – im Liga-Betrieb noch gesperrt war, schob Eintrachts neuer Trainer Pedersen Kijewski von der Sechser-Position wieder auf seinen angestammten Außenbahn-Posten. Burmeister aus der Innenverteidigung musste Rückkehrer Tingager (von Verletzung genesen) Platz machen und Pokal-Torschütze Fejzullahu begann erstmals in der offensiven Spiel-Zentrale für den überspielten Franjic. Obwohl Fortuna ihr letztes Spiel in Zwickau verloren hatte, änderte Coach Koschinat seine Mannschaft dagegen nicht.

Die Rheinländer überraschten Eintracht sichtbar mit einem offensiven und schwungvollen Beginn, in der die Löwen Mühe hatten, die eigene Abwehr zusammenzuhalten und selbst zu konstruktivem Spielaufbau zu kommen. Gleich in der 3. und 4. Minute kamen sie zu einer Doppel-Torchance. Dabei scheiterte Yeboah zuerst aus nächster Distanz vor dem Tor an BTSV-Keeper Engelhardt, der eine Minute auch einen Kopfball von Hartmann (nach einem Eckball) unschädlich machte.

Mehr und mehr gelang es Braunschweig aber doch, sich aus der Umklammerung zu befreien und das eigene Spiel aufzuziehen. Dabei machte mehr und mehr Rechtsaußen Putaro, gerade aus Bielefeld gekommen, mit Halbchancen auf sich aufmerksam (u.a. 10. Spielminute) wie auch Hofmanns Versuch – halb Torschuss, halb Hereingabe – ins Toraus verpuffte (12.). Onur Bulut blieb glücklos, als er beinahe das Laufduell mit dem heraus eilenden Fortuna-Keeper Rehner gewann (14.). Putaro war weiterhin zu eigensinnig und übersah nicht nur einmal einen besser positionierten Mitspieler frei stehend am und im Kölner Strafraum. Am gefährlichsten war dabei ein Distanzschuss aus der Drehung in der 12. Minute, der aber am Fortuna-Tor vorbeistrich. Zudem war es immer wieder Gäste-Torwart Rehnen, der Flanken und hohe Bälle in seinen Strafraum entschärfte. So war das Eintracht-Spiel nur bis an den Strafraum gefällig anzusehen.

Als in der 27. Minute in die gute Phase der Eintracht hinein das 0:1 für Fortuna fiel, waren die Löwen gerade in Unterzahl und in der Abwehr durch ein Fehlen von Innenverteidiger Tingager – dessen Cut nach einem Kopfballduell genäht werden musste – unorganisiert. Eberwein drehte sich an der Strafraumgrenze, ungehindert von zwei blau-gelben Gegenspielern, und bugsierte das Leder an den rechten Innenpfosten, von dem der Ball ins Tor sprang. Keeper Engelhardt hatte dabei keinerlei Abwehrchance. In den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit verlor Braunschweig nach dem unerwarteten Gegentreffer seine Spieldominanz und war auch im Pressing zu zaghaft. So kam es zu keinerlei erwähnenswerten Szenen auf beiden Seiten mehr. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war dann auch für den bandagierten Tingager Spielschluss, er wurde mit zusätzlicher Oberschenkelverletzung gegen Burmeister getauscht.

Die zweite Halbzeit des Spiels startete mit forschem Spiel der Eintracht, die Köln einige Zeit überhaupt nicht mehr zur Entfaltung kommen ließ. Rechtsverteidiger Sauerland zog dabei nach einer missglückten Abwehr der Fortuna aus gut 20 Metern weit über das Tor (47.) Danach folgte ein gefährlicher Kopfball von Hofmann, der auf dem Dach des Tores landete (51.). In einem der gelungensten Kombinationen der Löwen spielte der 10ner Fejzullahu einen guten Doppelpass mit Rechtsaußen Putaro, doch der wurde im letzten Moment von Kyere gestoppt (56.). Allerdings ebbte der Braunschweiger Sturm und Drang in Höhe des Strafraumes der Rheinländer danach immer weiter ab. Entweder dribbelten sich die blau-gelben Techniker in den direkten Zweikämpfen fest oder spielten – besondes in der Spielzentrale – zu ungenau ab. Allerdings schaffte es Fortuna bis zur 58. Minute nicht mehr, selbst einen gefährlichen Konter zu spielen. Doch genau in dieser Minute konnte Eberwein sich rechts gegen Kijewski durchtanken und an den Torraum flanken. Dort reagierte der von hinten durchgestartete Fortuna-Außenverteidiger Schiek schneller als sein Bewacher Sauerland und konnte aus Nahdistanz an Keeper Engelhardt vorbei zum 0:2 einschießen.
Zwar war für den BTSV noch eine halbe Stunde Zeit für eine Aufholjagd, aber die Löwen agierten offensichtlich immer zaghafter und ohne Selbstbewusstsein. Auch Umstellungen und Einwechslungen von Trainer Pedersen konnten an dieser Tatsache nicht mehr viel ändern. Franjic ersetzte den diesmal enttäuschend und ohne viel Effekt spielenden Bulut auf der linken Außenbahn und bekam noch Canbaz an die Seite. Die Abwehr wurde auf Dreierkette umgestellt und Putaro ganz nach vorn neben Hofmann beordert. Doch die Partie schien entschieden zu sein. Köln ließ im eigenen Strafraum nichts mehr anbrennen und verunsicherte die Eintracht immer wieder mit Kontern.

Während Eintracht Braunschweig auf der Suche nach einem ersten Sieg nun am nächsten Spieltag zu den gut gestarteten Münchnern aus Unterhaching reisen muss, empfängt Fortuna Köln daheim Carl Zeiss Jena.
Aufstellung Eintracht Braunschweig:

Engelhardt – Sauerland (74. Canbaz), Valsvik, Tingager (40. Burmeister), Kijewski – Fürstner, Thorsen – Putaro, Fejzullahu, Bulut (63. Franjic) – Hofmann

Aufstellung Fortuna Köln:

Rehnen – Ernst, Kyere, Uaferro, Schiek – Brandenburger, Kegel (82. Kurt) – Scheu (72. Böker), Eberwein, Yeboah – Hartmann (81. Dahmani)