Finanzstaatssekretär warnt vor DFB-Sportwette

Finanzstaatssekretär warnt vor DFB-Sportwette
Finanzstaatssekretär warnt vor DFB-Sportwette
Ein Fußballer dribbelt mit einem Ball.

Stuttgart (dpa) – Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geplante eigene Sportwette ist nach Ansicht des Stuttgarter Finanzstaatssekretärs Wolfgang Reinhart (CDU) rechtswidrig. Das geltende Recht biete dafür keine Grundlage, sagte Reinhart.

«Der DFB darf eine solche Wette überhaupt nicht anbieten, denn er bräuchte dafür eine Erlaubnis», erklärte der Jurist. Offenbar kenne der DFB nicht die Rechtslage. Reinhart warnte den mächtigen Sportverband auch «aus einem anderen, wichtigen Grund» vor einem unüberlegten Schritt. «Sollte der DFB eine Lizenz für eine Sportwette beantragen und erhalten, würde der Sport sofort aus der Zweckertragsförderung herausfallen», sagte der CDU-Politiker. In Baden-Württemberg habe der Sport aus Toto-Lotto-Mitteln bisher 2,3 Milliarden Euro erhalten. «Wenn der Sport nun mit dem Feuer spielt, gibt es ab morgen keinen Cent mehr», warnte Reinhart.

Im Zuge der Schiedsrichter-Affäre hatte der geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger die eigene DFB-Sportwette ins Gespräch gebracht und diese mit der künftigen Verhinderung von Manipulationen sowie der finanziellen Absicherung des Amateursports begründet. Reinhart schüttelt über diese Argumentation den Kopf. «Genau durch diese DFB-Wette wäre der Manipulation Tür und Tor geöffnet», urteilte der Finanz-Staatssekretär und begründete diese Ansicht: «Der DFB organisiert unter seinem Dach die Fußballspiele, er teilt die Schiedsrichter zu diesen Spielen ein und er möchte nun noch Wetten auf diese Spiele annehmen. Das wäre doch eine Interessenkollision hoch drei.»

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