Ex-Weltmeister Höwedes zu Rassimus: «Immer hellwach sein»

Ex-Weltmeister Höwedes zu Rassimus: «Immer hellwach sein»
Bildhinweis: Positioniert sich klar gegen Rassismus: Benedikt Höwedes. Foto: Guido Kirchner/dpa

Doha (dpa) – Fußballprofi Benedikt Höwedes hat sich für eine entschiedenere Haltung gegen Rassismus in Deutschland ausgesprochen.

«Was für ein Zeichen schickt Deutschland in die Welt, wenn eine Landesregierung mithilfe von Rechtspopulisten ins Amt kommt?», fragte der 31-Jährige in seiner Kolumne auf dem Nachrichtenportal «t-online.de» mit Blick auf den Ausgang der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen.

Wie solle man in Zukunft den Fans und den Kindern erklären, dass Rassismus und Hass im Stadion ein No-Go seien, während er in Teilen des Landes immer salonfähiger werde, schrieb der aktuell bei Lokomotive Moskau verpflichtete Verteidiger aus dem Trainingslager in Doha. «Fans, die neben dir die Affenlaute machen, zu Rede stellen», forderte er, und «immer hellwach sein». Nur so kann der Fußball ihm zufolge seine Kraft nutzen.

Die Ministerpräsidenten Wahl in Thüringen hatte für eine Eklat gesorgt. Überraschend war der FDP-Politiker Thomas Kemmerich am Mittwoch zum Regierungschef gewählt worden. Er hatte sich bei der Abstimmung im entscheidenden dritten Wahlgang auch mit Stimmen von CDU und der AfD von Parteichef Björn Höcke gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke) durchgesetzt. Am Donnerstag war er nach heftiger Kritik wieder zurückgetreten.

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