DFB-Sportgericht verhandelt sechs Einsprüche

DFB-Sportgericht verhandelt sechs Einsprüche
DFB-Sportgericht verhandelt sechs Einsprüche
Ein Mann steht vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt/Main.

Frankfurt/Main (dpa) – Im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals im deutschen Fußball wird das DFB-Sportgericht sechs Einsprüche gegen Spielwertungen verhandeln, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit.

Die Einsprüche beziehen sich auf die Pokalspiele 1. FC Nürnberg – LR Ahlen (Einspruch Nürnberg) und SC Paderborn 07 – MSV Duisburg (Einspruch Duisburg), die Zweitliga-Spiele Rot-Weiß Essen – Rot-Weiß Erfurt (Einspruch Essen) und SpVgg Unterhaching – 1. FC Saarbrücken (Einspruch Unterhaching) sowie die Regionalliga-Begegnungen FC St. Pauli – VfL Osnabrück (Einspruch St. Pauli) und KFC Uerdingen 05 – VfL Osnabrück (Einspruch Uerdingen). Den Vorsitz der Sportgerichtsverhandlungen hat Rainer Koch.

Die Aussichten der Clubs, die Einspruch eingelegt haben, auf einen Erfolg sind allerdings minimal. Denn in fünf der sechs Partien hatte der inzwischen gesperrte und inhaftierte Schiedsrichter Robert Hoyzer keine Manipulation zugegeben. Beim Spiel Unterhaching gegen Saarbrücken war ein Betrugsversuch laut Hoyzers Aussage nicht gelungen.

Der Geschäfstführende DFB-Präsident Theo Zwanziger kündigte im Nachrichtenmagazin «Focus» an, es würden «mit Sicherheit zahlreiche Prozesse abgelehnt werden, weil Hoyzer sehr genau aufgelistet hat, in welchen Spielen er manipuliert hat, bei welchen er es erfolglos versucht hat und bei welchen er es gar nicht erst versucht hat». Um ein Wiederholungsspiel durchzusetzen, müsse der betreffende Verein den «Nachweis erbringen, dass manipuliert wurde. Eine schlechte Schiedsrichterleistung allein reicht nicht für eine Anfechtung.»

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