Bielefeld ist Zweitliga-Meister – Dresden kaum zu retten

Bielefeld ist Zweitliga-Meister – Dresden kaum zu retten
Bildhinweis: Dresdens Teammanager Martin Börner (l) und Dynamo-Spieler Alexander Jeremejeff ließen nach der Niederlage in Kiel die Köpfe hängen. Foto: Frank Molter/dpa

Bielefeld (dpa) – Arminia Bielefeld hat wenige Tage nach dem umjubelten Aufstieg auch die Zweitliga-Meisterschaft perfekt gemacht. Dank des 1:0 (0:0) über den SV Darmstadt sind die Ostwestfalen auch theoretisch nicht mehr von Rang eins zu verdrängen.

Manuel Prietl (52.) traf in der Schüco-Arena zum hart erkämpften Sieg. Dagegen verspielten die Darmstädter ihre Minimalchance auf die Aufstiegs-Relegation. Bei noch zwei ausstehenden Spielen beträgt der Abstand zum Tabellendritten Hamburger SV acht Punkte.

Die beiden bisher besten Rückrundenteam lieferten sich vor allem in der 1. Halbzeit einen offenen Schlagabtausch. Auch ohne die beiden zunächst geschonten Torgaranten Fabian Klos und Andreas Voglsammer begann die Armina vielversprechend. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Gäste stärker. Erst nach der Pause gewann der Bundesliga-Rückkehrer aus Bielefeld die Kontrolle zurück. Nach Flanke von Marcel Hartel traf Prietl per Kopf zum am Ende verdienten Sieg.

Immer aussichtsloser wird der Kampf um den Klassenverbleib für Dynamo Dresden. Das Team von Trainer Markus Kauczinski unterlag bei Holstein Kiel mit 0:2 (0:1) und hat zwei Spieltage vor Saisonschluss fünf Punkte Rückstand auf Relegationsrang 16. Emmanuel Iyoha (45.+1 Minute) und Lion Lauberbach (80.) erzielten die Tore für die Kieler, die sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedeten.

Im ersten Frust über die dritte Niederlage in Serie kritisierte Dynamo-Außenverteidiger Fußball-Profi Chris Löwe die Deutsche Fußball-Liga (DFL) mit deutlichen Worten: «Glauben Sie, dass einer in der DFL sich nur eine Sekunde Gedanken macht, was bei uns in den Köpfen vorgeht? Das ist denen alles scheißegal» klagte er bei Sky.

Nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne aufgrund mehrfacher positiver Coronatests und nur einer Woche Training waren die Sachsen verspätet und mit einem Mammutprogramm von acht Spielen in 22 Tagen in die Restrunde eingestiegen. «Die Leute sitzen in ihren 5000 Euro teuren Bürostühlen, entscheiden über unsere Köpfe hinweg und wir sind die Idioten, die das Ganze ausbaden», kommentierte Löwe.

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