Arminia Bielefelds Vorfreude auf den HSV

Arminia Bielefelds Vorfreude auf den HSV
Bildhinweis: Nach dem Sieg beim VfL Osnabrück richten sich alle Blicke auf den kommenden Gegner HSV. Foto: Friso Gentsch/dpa

Osnabrück (dpa) – Über den Hamburger SV wollte Uwe Neuhaus noch nicht sprechen: «Wir haben gerade ein geiles Spiel gesehen, können wir nicht darüber reden?»

«Das können wir doch nicht einfach so abhaken», sagte der Trainer von Arminia Bielefeld nach dem 1:0 im Derby beim VfL Osnabrück mit einem Schmunzeln im Gesicht. Denn natürlich richteten nach dem Schlusspfiff im Lager der Ostwestfalen sofort alle den Blick auf das Topspiel am 21. Oktober, wenn nach der Länderspielpause Tabellenführer HSV auf die Alm kommt. «Das wird das nächste Highlight», sagte Bielefelds Verteidiger Cédric Brunner.

18 Punkte nach neun Spielen, beste Auswärtsmannschaft der 2. Liga, zweitbester Angriff – das alles sind Zahlen eines Topteams, weshalb in Bielefeld längst große Euphorie ausgebrochen ist und zehn Jahre nach dem Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus von der Rückkehr in die Bundesliga geträumt wird. «Es steht für mich außer Frage, dass wir zurecht da oben stehen», sagte Neuhaus, der mit seiner ruhigen und akribischen Art großen Anteil an der Renaissance der Arminia hat.

Zwischenzeitlich waren die Ostwestfalen sogar in die 3. Liga abgestürzt, auch finanziell stand der Traditionsclub am Abgrund. Doch seit Neuhaus im Dezember 2018 nach zehn sieglosen Pflichtspielen in Serie den Luxemburger Jeff Saibene abgelöst hat, geht es wieder bergauf mit der Arminia. Gleichwohl mahnte der Ex-Profi dazu, die Ruhe zu bewahren. «Ob die Qualität am Ende ausreicht und wir auch den Zwei-Punkte-Schnitt, den wir im Moment haben, halten können, das wird man sehen. Das ist mit einem Fragezeichen zu versehen.»

Allerdings spricht derzeit sehr viel dafür, dass Bielefeld den beiden Topfavoriten HSV und VfB Stuttgart sehr lange Paroli bieten wird. Und da hinter der Arminia auch kein Team mit mehr Potenzial lauert, ist die Sehnsucht nach der Ersten Liga rund um die Bielefelder Alm so berechtigt wie schon sehr lange nicht mehr. In Osnabrück zeigten die Gäste eine beeindruckend reife Leistung und ließen die Gastgeber zu keiner Zeit der Partie wirklich gefährlich werden.

«Ich habe während des Spiels nie daran gedacht, dass wir hier noch ein Gegentor fressen könnten», sagte Andreas Voglsammer, der in der 57. Minute den Siegtreffer erzielte. «Dafür waren wir heute zu konzentriert und zu geil auf den Sieg.» Mit dieser Einstellung steckte die Arminia auch das Fehlen von Toptorjäger Fabian Klos weg, der nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Stuttgart-Spiel gesperrt war. Gegen den HSV wird Klos wieder dabei sein – und die Bielefelder noch stärker machen.

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