Rehmer hat Zukunft bei Hertha BSC

Rehmer hat Zukunft bei Hertha BSC
Rehmer hat Zukunft bei Hertha BSC
Marko Rehmer, aufgenommen beim Fototermin von Hertha BSC Berlin.

Walchsee/Berlin (dpa) – Marko Rehmer hat trotz seines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen und die Sperre durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Zukunft bei Hertha BSC.

Wie der Berliner Bundesligist mitteilte, wird die Kündigung, die der ehemalige Nationalspieler am 21. Juni erhalten hatte, rückwirkend aufgehoben. Gleichzeitig muss Rehmer für die Dauer seiner Sperre auf vier Monatsgehälter verzichten. Dem Vernehmen nach sollen das rund 320 000 Euro sein.

«Ich bin erleichtert, dass die Sache vom Tisch ist. Das hätte auch ganz anders laufen können», sagte Rehmer, der vom DFB-Sportgericht für neun Bundesliga-Spiele gesperrt worden war. Manager Dieter Hoeneß bezeichnete die Angelegenheit im Trainingslager der Berliner in Walchsee/Österreich zwar als «erledigt», machte aber zugleich noch einmal deutlich, dass er das Verhalten Rehmers scharf missbilligt: «Das ist ein Denkzettel, den er sich selbst verabreicht hat.»

Der 35-malige Nationalspieler war am 15. Mai bei der Doping-Kontrolle nach dem Spiel beim TSV 1860 München (1:1) positiv auf die Substanz Betamethason getestet worden. Diese gehört zwar nicht zu den verbotenen Substanzen, jedoch muss die Einnahme beim DFB gemeldet werden. Das hatten Rehmer und der Hals-, Nasen-, Ohrenarzt, bei dem er sich wegen einer Prellung im linken Kiefergelenk und Ohrenschmerzen behandeln ließ, versäumt. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte der Verein daraufhin Rehmers bis zum 30. Juni 2005 laufenden Vertrag vorsorglich gekündigt, um entsprechende Fristen zu wahren.

Trainer Falko Götz kündigte an, auch in Zukunft mit dem 32-Jährigen zu planen. Obwohl Rehmer in der Bundesliga erst am 26./27. Oktober wieder spielberechtigt ist, schließt Götz sogar einen Einsatz des Verteidigers in der kommenden Woche beim Alpencup nicht aus. «Wir werden sehen, wie er sich weiter präsentiert, aber es kann sein, dass er beim Alpencup spielen wird», sagte der Trainer. Für den DFB-Pokal gilt die Sperre ohnehin nicht.

In der Mannschaft scheint Rehmer nach einer Entschuldigung vor versammelter Runde wieder den nötigen Rückhalt zu genießen. «Der Spieler selbst ist am allertraurigsten, dass so etwas passiert ist», sagte Neuzugang Yildiray Bastürk. Auch Pal Dardai wollte Rehmers Fehlverhalten nicht überbewerten. «Was Marko passiert ist, darf nicht passieren. Aber er wird aus der Sache gelernt haben», meinte der ungarische Nationalspieler. Rehmer selbst hielt sich gegenüber der Öffentlichkeit mit Erklärungen zurück: «Ich bin erleichtert, dass ich bestraft worden bin und nicht der Verein.»

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