Portugals Grenzbeamte streiken zum EM-Auftakt

Portugals Grenzbeamte streiken zum EM-Auftakt
Portugals Grenzbeamte streiken zum EM-Auftakt
Arbeiter hängen in Lissabon ein EM-Transparent auf.

Lissabon (dpa) – Zum Beginn der Fußball-EM in Portugal drohen wegen eines Streiks chaotische Zustände auf den Flughäfen des Gastgeberlandes. Die portugiesischen Grenzbeamten wollen im Juni an vier Tagen, darunter am Tag der EM-Eröffnung am 12. Juni, die Arbeit niederlegen.

Damit seien auf den Flughäfen bei den Passkontrollen lange Wartezeiten zu erwarten, berichtete die Zeitung «Público». Allein am Eröffnungstag würden in Portugal 300 Flugzeuge aus Ländern erwartet, deren Nationalmannschaften an der EM teilnehmen. Die Regierung in Lissabon hatte beschlossen, für die Zeit der EM das Schengener Abkommen außer Kraft zu setzen und die Pässe von allen einreisenden Personen – auch aus Staaten der Europäischen Union – kontrollieren zu lassen.

Die Grenzbeamten sind bei einem Streik verpflichtet, gewisse Mindestdienste aufrecht zu erhalten. Danach müssen 25 Prozent der normalerweise eingesetzten Beamten Dienst tun. Dies bedeutet, dass die Passkontrollen bei einer Arbeitsniederlegung etwa vier Mal so lange dauern wie üblich. Bei dem Streik geht es um die Bezahlung von Überstunden. Der Staat ist den Beamten nach Angaben der Gewerkschaft insgesamt 2,5 Millionen Euro schuldig.

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