Nürnberg will letzten Punkt

Nürnberg will letzten Punkt
Nürnberg will letzten Punkt
Nürnberger Spieler und Betreuer feiern den 3:1 Erfolg gegen Arminia.

München (dpa) – Während der 1. FC Nürnberg schon ausgelassen feiert, müssen die restlichen Aufstiegsaspiranten noch zittern.

Und im Tabellenkeller ist drei Spieltage vor Saisonende in der 2. Fußball-Bundesliga die Zeit der Rettungsaktionen angebrochen: Fans werden mobilisiert, Freikarten verteilt und Sonderbusse und – züge zu Auswärtsspielen eingesetzt.

Unterstützung der Anhängerschaft brauchen die Nürnberger eigentlich nur noch beim Feiern des Aufstiegs: Zwar fehlt rein rechnerisch noch ein Punkt, um völlig sicher aufgestiegen zu sein, doch dank der weitaus besten Tordifferenz kann der «Club» bereits fürs Oberhaus planen. Auch weil der Abstieg von Gegner VfL Osnabrück schon feststeht, hält sich die sportliche Brisanz der Partie am Freitag in Grenzen. Dennoch fordert Trainer Wolfgang Wolf: «Jetzt wollen wir den Sack zumachen.»

Der Tabellenzweite Arminia Bielefeld (52 Punkte) dagegen hat nach der Niederlage gegen Nürnberg (1:3) vom Montag nur drei Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Den Dritten Energie Cottbus (50) trennt nur ein Punkt von Rang vier. Vom Aufstieg träumen darf noch Pokalfinalist Alemannia Aachen (49). Nur noch Minimalchancen auf die begehrten Plätze im Oberhaus haben der FSV Mainz 05 und Rot-Weiß Oberhausen (47).

In Bielefeld herrscht vor dem Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth, wo Ex-Coach Benno Möhlmann Trainer ist, noch die größte Zuversicht. «Wir brauchen jetzt noch sechs Punkte aus drei Spielen und ich bin optimistisch», sagte Arminen-Trainer Uwe Rapolder. Energie Cottbus dagegen bangt. Am vergangenen Spieltag verloren die Lausitzer gegen den MSV Duisburg mit 2:4 und bekamen anschließend den Zorn von Trainer Eduard Geyer zu spüren. Auch das vermeintlich leichte Restprogramm kann Geyer nicht beruhigen, im Gegenteil: «Lübeck, Haching und Regensburg kämpfen gegen den Abstieg. Was soll daran leicht sein?»

Aachen hofft darauf, dass Bielefeld und Cottbus schwächeln. Die Alemannia könnte dann im Montag-Spiel gegen Oberhausen einen Schritt in Richtung 1. Liga unternehmen. Trainer Jörg Berger hat noch Hoffnung auf den Aufstieg: «Ich habe immer gesagt, dass erst am 34. Spieltag abgerechnet wird.»

Im Tabellenkeller hoffen die Vereine mehr denn je auf die Unterstützung ihrer Anhänger. Der Tabellen-14. Jahn Regensburg beispielsweise will die Partie bei Wacker Burghausen (13.) zum Heimspiel werden lassen und rührte in der ganzen Oberpfalz mit Aufrufen in lokalen Print- und TV-Medien die Werbetrommel, um möglichst viele Jahn-Anhänger mit auf die Reise zu nehmen. Mit Hilfe von Sponsoren können die Anhänger gratis nach Oberbayern fahren.

Die SpVgg Unterhaching senkte die Preise für den Fanbus nach Mainz. Wer die Osnabrücker in die Regionalliga begleitet, bleibt weiter eine spannende Frage: Lübeck als 15. hat gerade einmal vier Punkte weniger auf dem Konto als Greuther Fürth als Tabellen-Neunter.

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