Notizen vom 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Notizen vom 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Notizen vom 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Jens Jeremies (l) und Thomas Linke schleichen nach der Niederlage gegen Bremen vom Platz.

KAPITULATION: Probleme hatte der FC Bayern bei der Niederlage gegen Werder Bremen nicht nur auf dem Spielfeld. Auch die Anzeigetafel funktionierte nicht wie gewünscht: In der 62. Minute leuchtete statt des tatsächlichen Spielstands von 1:3 kurzzeitig 0:3 auf. Sechs Minuten später folgte gar schon die etwas verfrühte Gratulation für die Gäste: «Herzlichen Glückwunsch Werder Bremen», prangte in goldenen Lettern auf der Anzeigetafel.

TORGESCHENK: Beim 6:2-Sieg von Hertha gegen Borussia Dortmund zeigte sich Fredi Bobic großzügig. Beim 2:0 der Berliner, so verriet der Nationalstürmer, sei er nach dem Schuss von Marcelinho noch mit dem Stollen leicht am Ball gewesen. «Marcello kann das Tor haben. Ich habe so viele Tore in meiner Karriere schon geschossen», sagte Bobic. Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amerell bestätigte den offiziellen Torschützen Marcelinho: «Der Schiedsrichter hat ihn auf den Spielbericht so eingetragen.» So steht Marcelinho bei sieben Saisontoren, Bobic bei sechs.

BERNI: Auch Berni war einer der Verlierer im Olympiastadion. Die Dienstzeit des neuen Maskottchens des FC Bayern München begann mit einer Heimniederlage. Der Plüsch-Bär mit dem lachenden Gesicht war erstmals am Spielfeldrand aktiv, während sein Vorgänger Bazi nach zwölf Jahren in den Ruhestand ging. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verabschiedete Bazi vor der Partie gegen Werder Bremen wie einen Spieler mit einem Blumenstrauß, einer Rede und der ersten Jahreskarte für das künftige Stadion «Allianz Arena» als Geschenk.

VOLLPROFI: Während Werder Bremen ausgiebig den Gewinn der vierten Fußball-Meisterschaft feierte und die meisten Akteure des FC Bayern das Stadion längst verlassen hatte, präsentierte sich der niederländische Nationalspieler Roy Makaay einmal mehr als Musterprofi. 90 Minuten nach Ende des enttäuschenden Spiels nahm er geduldig an der Ehrung der Aktion «Bayern-Foto des Jahres» teil.

AUSVERKAUF: Zwar findet am 22. Mai das letzte Bundesligaspiel am Mönchengladbacher Bökelberg statt, doch zumindest Oberliga-Fußball wird noch eine Saison lang an der traditionellen Spielstätte zu sehen sein. Daher rief der Club die Fans auf, keine Andenken nach der letzten Partie gegen München 1860 mitzunehmen. Borussia will Relikte wie Sitzschalen, Schilder und anderes in einer gesonderten Aktion an die Anhänger ausgeben.

IRRTUM: Auf der Pressekonferenz nach dem 2:3 beim 1. FC Kaiserslautern wollte sich Wolfsburgs Coach Erik Gerets aus alter Gewohnheit auf den für den Trainer des Gastgebers reservierten Stuhl setzen. Erst als FCK-Kollege Kurt Jara zielstrebig auf sein Sitzmöbel zusteuerte, bemerkte dessen Anfang Februar entlassener Vorgänger seinen Irrtum. Gerets nahm am anderen Ende des Tisches Platz.

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