Notizen vom 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Notizen vom 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Notizen vom 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga
Thomas Gottschalk steht zwischen Fans in der Dortmunder Fankurve.

GOTTSCHALK: Thomas Gottschalk ist unter die Fans von Borussia Dortmund gegangen. Für seine im Herbst erscheinende neue Fernsehsendung mit dem Arbeitstitel «Hilfe, Gottschalk kommt» begab sich der «Wetten dass…?»-Showmaster beim Bundesliga-Spiel des BVB bei Bayer Leverkusen in den Borussen-Fanblock.

Er trug dabei ein Trikot von Stefan Reuter, der sein 500. Bundesliga-Spiel bestritt. «Der Reuter mit seinen 500 Spielen und ich mit 100 ‚Wetten dass…?‘- Sendungen spielen ja in einer Liga», sagte Gottschalk.

TREUEBEKENNTNIS: Mit einer einmaligen Trikot-Aktion stärkte der Hauptsponsor Hertha BSC im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern die Brust. Statt des üblichen großen Schriftzuges «ARCOR» war auf den Hemden zu lesen: «Hier bin ich richtig». T-Shirts mit diesem Slogan wurden auch an die Fans verteilt. Mit Erfolg, wie das 3:0 sagt. Klaus Thiemann, Vorstand Privatkunden bei Arcor, machte zudem deutlich, dass der Geldgeber auch bei einem Abstieg sein Engagement fortsetzen werde, allerdings zu veränderten Konditionen.

SPEKULATIONEN: Allen Spekulationen um ein mögliches Comeback in der Bundesliga trat Herthas Rekord-Torschütze (84 Bundesliga-Treffer) Michael Preetz entgegen. «Von meiner Seite schließe ich das aus», sagte der 36-Jährige vor der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern. Allerdings macht sich Preetz derzeit für Einsätze im Oberliga-Team fit, das den Aufstieg in die Regionalliga anpeilt. «Wir werden sehen, ob es reicht. Derzeit tut mir alles weh», meinte der siebenmalige Nationalspieler zu seinen Bemühungen.

REIMANN I: Zwei Mal hatte Willi Reimann nach seiner Bank-Sperre von fünf Spielen seine Mannschaft in Heimspielen aus einem Container auf der Baustelle des Frankfurter Waldstadions heraus verfolgt – ohne Erfolg. Beim dritten Mal zog der 54-Jährige den Oberrang der Gegentribüne vor und sah den ersten Sieg seines Teams nach fünf Niederlagen. «Ich kann nicht ungeschehen machen, was passiert ist, aber ich bin froh, dass die fünf Spiele vorbei sind und ich nun auf meinen alten Platz zurückkehren kann», sagte Reimann.

REIMANN II: Willi Reimann ist trotz seiner folgenreichen Schiedsrichter-Attacke nicht gerade für emotionale Ausbrüche bekannt. Dies belegte der Westfale auch nach dem 3:0 über den SC Freiburg. Mit weitgehend versteinerter Miene sinnierte Reimann nach dem Heimsieg über Weisheiten wie diese: «Wenn man gewinnt, hat man vieles richtig gemacht. Wenn man verliert, vieles falsch.» Oder: «Nach vorne schauen ist der bessere Weg als zurück», sprach er und verschwand.

INVESTOR: Fredi Bobic hat sich an seine erfolgreiche Zeit bei Hannover 96 erinnert. Der 32 Jahre alte Fußball-Nationalspieler will sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt an einer Wellness-Oase im Maschsee-Strandbad beteiligen. Die Betreiber sollen schon Kontakt zum Stürmer von Hertha BSC Berlin aufgenommen und die Verträge schon in der kommenden Woche unterschrieben werden. Bobic würde bei einer Zusage Teilhaber einer Strandbad-Maschsee GmbH & Co KG.

BÖKELBERG-REKORDE: Vor dem Abschied vom Bökelberg präsentiert sich Borussia Mönchengladbachs in die Jahre gekommene Heim-Arena nochmals in Bestform. Inklusive der ausverkauften letzten Heimspiele gegen Schalke 04 und 1860 München verbucht die traditionelle Spielstätte mit über 32 000 Besuchern einen Vereinsrekord (Kalkulation: 27 000). Zudem war das Stadion dann insgesamt sechs Mal in der Saison ausverkauft (34 500 Fans) – auch das ist Rekord. Künftig spielt die Borussia in der neuen Arena (53 000 Plätze) im Nordpark. Der Club hofft dort auf einen weiteren Boom und im Schnitt 40 000 Anhänger.

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