Ukrainische Liga verurteilt Rassismus-Vorfall

Ukrainische Liga verurteilt Rassismus-Vorfall
Bildhinweis: Weil er auf rassistische Beleidigungen reagierte, sah der Brasilianer Taison die Rote Karte. Foto: Uwe Anspach/dpa

Kiew (dpa) – Die ukrainische Fußball-Liga hat die rassistischen Beleidigungen gegen den Brasilianer Taison und dessen Teamkollegen «aufs Schärfste» verurteilt und eine Untersuchung der Vorfälle angekündigt.

Der Profi von Schachtjor Donezk war im Spiel gegen Dynamo Kiew (1:0) mit der Roten Karte vom Platz gestellt worden, weil er als Reaktion auf die Anfeindungen den Zuschauern den Mittelfinger gezeigt und den Ball auf die Tribüne geschossen hatte.

Die zuständige Disziplinarbehörde solle die Vorfälle untersuchen und alle Beteiligten gemäß den geltenden Gesetzen und Vorschriften zur Rechenschaft ziehen, teilte die Liga in einer Mitteilung mit. Die Partie war bereits vor Taisons Platzverweis (82.) in der 77. Minute wegen rassistischer Ausfälle der Dynamo-Fans unterbrochen worden.

«Ich werde niemals in einer solch unmenschlichen und verabscheuungswürdigen Situation den Mund halten», schrieb Taison bei Instagram. In einer rassistischen Gesellschaft reiche es nicht aus, nicht rassistisch zu sein, man müsse antirassistisch handeln. «Der Fußball braucht mehr Respekt», forderte der Brasilianer.

Auch der Club stellte sich hinter Taison. Der Verein werde immer seine Spieler schützen, teilte der Champions-League-Teilnehmer mit. Trainer Luis Castro lobte die Profis für ihr Verhalten auf dem Platz. Jede Form von Rassismus sei «inakzeptabel».

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