Meister-Sterne auf den Trikots

Meister-Sterne auf den Trikots
Meister-Sterne auf den Trikots
Die Meister-Sterne zieren die neuen Trikots.

Frankfurt (dpa) – Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat Neuerungen für die 42. Bundesligasaison eingeführt. So werden die deutschen Champions, die mindestens drei Titel seit der Einführung der Bundesliga 1963 erringen konnten, mit Meister-Sternen auf dem Trikot ausgezeichnet.

Ein internes online-System soll zudem Missverständnissen bei Einwechslungen vorbeugen, wie den Einsatz zu vieler Ausländer. «Wir können anfangen zu kicken», meinte der Geschäftsführende DFL-Vorsitzende Wilfried Straub in Neu-Isenburg. «Und wir hoffen, dass wir einen reibungslosen Verlauf haben werden.»

Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Wirtschaftlich belasteten zwar insgesamt 671 Millionen Euro die 36 Vereine zum 30. Juni 2003. Doch demgegenüber stand fast genau eine Milliarde Euro an bilanzierten Vermögenswerten. Und vor allem bei den Personalkosten liege man mit 45 Prozent in der internationalen Spitze, meinte Finanz-Geschäftsführer Christian Müller. Als Vergleich nannte er die Serie A in Italien, wo die Personalkosten 76 Prozent in derselben Spielzeit ausgemacht hätten. Derweil zeichne sich in Deutschland ab, dass sich der Trend fortsetze, diese Kosten als Hebel für weiter verbesserte Bilanzen anzulegen.

Als «klaffendes Missverhältnis» bezeichnete Straub den sportlichen Stellenwert der Bundesliga («Platz 5») und die ökonomische Lage im europäischen Vergleich, wo man den zweiten oder dritten Rang einnehme. In Deutschland sei die Ausgeglichenheit und die Konkurrenz- Situation in der Liga aber deutlich größer als beispielsweise in England. Ein Verein mit eher geringen Mitteln müsse die Lust und die Möglichkeit haben, im Konzert der 18 Clubs mitzuspielen, sagte Straub: «Das ist das nationale Erfolgsrezept unserer Liga.»

Mit drei Sternen auf dem Trikot wird unterdessen der deutsche Rekordmeister Bayern München (18 Titel) sein Auftaktspiel beim Hamburger SV bestreiten. Denn ab zehn nationalen Titeln bekommt der jeweilige Verein drei Sterne. Zwei Sterne gibt es ab fünf Erfolgen (Borussia Mönchengladbach) und einen bei drei Meisterschaften (Werder Bremen, HSV und Borussia Dortmund).

Die zweite Neuerung – der online-Spielbericht, auf den extern allerdings kein Zugriff besteht – soll als Service für die Mannschaftsverantwortlichen dienen. «Wir hoffen, dass wir dadurch Fehlereinwechslungen vermeiden können», meinte Straub. Zudem können sich die Schiedsrichter in dieser Saison per CD-Rom frühzeitig die Trikots der jeweiligen Teams anschauen, damit es am Spieltag keine bösen Überraschungen gibt und wegen gleichfarbiger Shirts eine Mannschaft mit Leibchen antreten muss.

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